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Heizen 2011: Verbrauch runter, Kosten rauf

Bundesweiter Heizspiegel 2012: Steigende Energiepreise machen Einsparungen durch milden Winter zunichte

18 Prozent weniger Heizenergieverbrauch in 2011 / Keine Entwarnung bei Heizkosten für 2012 / Heizgutachten kostenlos

Berlin, 22. Mai 2012 (dmb) Der Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden ist 2011 infolge des milden Winters um durchschnittlich 18 Prozent gegenüber 2010 gesunken. Die Heizkosten für Häuser mit Ölheizung sind trotzdem um fünf Prozent gestiegen. Grund hierfür ist der erneute Anstieg des Heizölpreises um durchschnittlich 24,5 Prozent. Weniger drastisch fiel die Energiepreissteigerung bei Erdgas (+ 4,5 %) und Fernwärme (+ 7 %) aus. Die Heizkosten für diese Energieträger sind infolge des geringeren Jahresverbrauchs um rund zehn Prozent gesunken. Das geht aus dem Bundesweiten Heizspiegel 2012 hervor, den die gemeinnützige co2online GmbH zum achten Mal veröffentlicht und der vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Projektpartner ist wie in den Jahren zuvor der Deutsche Mieterbund e. V. Für den Heizspiegel wurden 70.000 Gebäudedaten aus dem Bundesgebiet ausgewertet. Die Broschüre ist inklusive eines Gutscheins für ein kostenloses Aktions-Heizgutachten als PDF auf http://www.heizspiegel.de und http://www.mieterbund.de verfügbar.

Milder Winter dämpft Heizkostenanstieg

Der Bundesweite Heizspiegel 2012 zeigt: Die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl betrugen im vergangenen Jahr durchschnittlich 890 Euro. Das sind 40 Euro mehr als 2010 (+ 4,7 %). Mieter mit Erdgasheizungen zahlten 715 Euro und damit 90 Euro weniger als im Vorjahr (- 11,2 %). Die Heizkosten für Fernwärme sanken um 95 Euro auf 785 Euro (- 10,8 %). „Wäre der vergangene Winter ähnlich kalt ausgefallen wie im Jahr zuvor, hätte sich der Anstieg bei den Energiepreisen für Heizöl, Fernwärme und Erdgas viel deutlicher auf der Abrechnung bemerkbar gemacht. Leider können Deutschlands Mieter und Hauseigentümer nicht jedes Jahr auf das Wohlwollen von Petrus bauen“, sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online.

Keine Entwarnung für das Jahr 2012

Auch in diesem Jahr dreht sich die Preisspirale unvermindert weiter, warnen co2online und der Deutsche Mieterbund. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, schaut mit Sorge auf die aktuellen Preisentwicklungen. „Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sind die Heizölpreise im ersten Quartal 2012 erneut gestiegen – im Schnitt um knapp 15 Prozent. Der Fernwärmepreis liegt bereits elf Prozent über dem des Vorjahreszeitraums“, sagt Siebenkotten. Johannes D. Hengstenberg weist darauf hin, dass aufgrund solcher Prognosen die energetische Modernisierung von Wohngebäuden unverzichtbar bleibe. „Nur so können Eigentümer sich und ihre Mieter langfristig unabhängiger von der Entwicklung der Energiepreise machen“, so Hengstenberg. Beispielsweise müssten Altbauten ausreichend gedämmt und mit effizienten Heizanlagen ausgestattet werden. Auch eine hydraulische Optimierung der Heizanlage würde für geringere Heizkosten sorgen.

Pressemeldung DMB
22.05.2012

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  1. Öler
    16.06.2013 um 09:17

    Deutschland zahlt für russisches Öl mehrere Milliarden jährlich über dem Weltmarktpreis

    http://pravdatvcom.wordpress.com/2012/12/29/sunimex-skandal-die-israel-tankstelle-ohne-zapfsaulen-monopol-uber-brd-politik/

    Gefällt mir

  2. 30.05.2012 um 15:04

    Alles zum Abzock-Thema „Energiespar“-Lampen

    https://baufuesick.wordpress.com/?s=energiesparlampen

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  3. Eva Kreusmann
    30.05.2012 um 14:55

    Beleuchten 2012: Kosten rauf, Verbrauch rauf, Licht runter:
    Glühbirnenverbot im Scheinwerferlicht

    Ein neuer Dokumentarfilm beleuchtet die Geschichte der „EU-Richtlinie zur Regulierung von Lichtprodukten in privaten Haushalten“

    http://www.heise.de/tp/blogs/2/152098

    … das Thema wäre schon fast ein eigner Eintrag in diesem klasse Blog wert …

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