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BBU: Mietensteigerung unter Inflationsrate

Angesichts der positiven Entwicklung Berlins sowie des starken Rückgangs des Wohnungsleerstands und Investitions-Höchstständen bei den BBU-Mitgliedsunternehmen eine besonders gute Nachricht: Die Nettokaltmieten sind bei ihnen 2011 nur um zwei Prozent gestiegen. Mit 5,04 Euro pro Quadratmeter und Monat kostet eine 60-Quadratmeter-Wohnung bei einem BBUMitgliedsunternehmen im Jahr damit rund 122 Euro weniger als im Berliner Durchschnitt.

 

„Die Zahlen zeigen in aller Deutlichkeit: Unsere Mitgliedsunternehmen sind keine Miettreiber. Sie gehen mit ihrem Gewicht am Markt sozial verantwortungsbewusst um“, unterstrich BBU-Vorstand Maren Kern. Mit einer Steigerung um zwei Prozent bleibt die Entwicklung der Nettokaltmieten bei den BBUMitgliedsunternehmen deutlich hinter der allgemeinen Inflationsrate zurück (2,4 %). Damit kostete eine 60-Quadratmeter-Wohnung bei einem BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin 2011 im Monat nettokalt rund sechs Euro mehr als 2010. Kern: „Angesichts der gut 1.400 Euro, die unsere Mitgliedsunternehmen 2011 rechnerisch in jede Wohnungen investiert haben, ist das ein sehr geringer Betrag.“

Warme Wohnkosten: +1,7 Prozent

Bei den warmen Wohnkosten fiel die Steigerung im Jahresvergleich mit einem Plus von 1,7 Prozent sogar noch niedriger aus. Ein Mieterhaushalt bei einem BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin zahlt im Durchschnitt eine Warmmiete von 7,67 Euro pro Monat und Quadratmeter. Gegenüber dem Gesamtberliner Durchschnitt (Mittelwerte Mietspiegel und Betriebskostenspiegel: 8,07 €/m2) spart er damit pro Jahr rund 300 Euro. „Die trotz der erneuter Steigerung der Energiepreise moderate Entwicklung der warmen Wohnkosten ist auch das Ergebnis des erfolgreichen Betriebskostenmanagements unserer Mitgliedsunternehmen“, so Kern.

„Berliner Paradoxon“

Die Sozialmieten verzerren bei den BBU-Nettokaltmieten den Durchschnitt nach oben. Kern: „Es ist ein echtes Berliner Paradoxon, dass als Folge der Fördersystematik mittlerweile ausgerechnet die Wohnungen für einkommensschwache Haushalte teurer sind als der Marktdurchschnitt.“ Würden die teuren Sozialmieten herausgerechnet, läge die BBU-Durchschnittsnettokaltmiete nur bei rund 4,95 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die Differenz zum Durchschnitt des BBU-Gesamtwohnungsbestandes beträgt rund zehn Cent.

In Folge stehen überdurchschnittlich viele Sozialwohnungen leer. Kern: „Wir wollen mit dem Senat auch über diese Problematik weiter sprechen. Im Sozialwohnungsbestand liegt noch eine erhebliche Leerstandsreserve, die gehoben werden sollte.

  • + 2,4 % Inflation 2011
  • + 2,0 % (+ 0,10 €) auf 5,04 €: Ø Nettokaltmiete m2/Monat
  • BBU‐Mitgliedsunternehmen
  • + 1,7 % (+0,13 €) auf 7,67 €: Ø Bruttowarmmiete m2/Monat
  • BBU‐Mitgliedsunternehmen
  • Knapp 0,30 € unter Mietspiegeldurchschnitt: Ø Nettokaltmieten

m2/Monat im preisfreien Bestand von BBU Mitgliedsunternehmen

[Grafik durch Klick vergrößerbar]

Beschriftung rechts:
Veränderung 2005 bis 2011
Hauhshaltsenergie (Strom, Gas, feste Brennstoffe, Heizöl, Zentralheizungen und Fernwärme)
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
Verkehr
Instandhaltung von Mehrfamilienhäuser
Lebenshaltungsindex gesamt
Nettokaltmiete

Quelle:
JAHRESPRESSEKONFERENZ BERLIN
des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)
am Donnerstag, den 10. Mai 2012

Die Themen:

  1. 29.09.2012 um 11:18

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 311 vom 12.09.2012

    Verbraucherpreise August 2012: + 2,1 % gegenüber August 2011
    Heizöl- und Kraftstoffpreise lassen Inflationsrate wieder anziehen

    WIESBADEN – Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August 2012 um 2,1 % höher als im August 2011. Der Preisauftrieb hat sich damit wieder verstärkt. Im Juni und Juli 2012 hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – bei jeweils + 1,7 % gelegen. Zuletzt wurde im April 2012 eine Teuerungsrate oberhalb von 2,0 % mit damals ebenfalls + 2,1 % ermittelt. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2012 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2012 um 0,4 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) korrigiert damit sein vorläufiges Ergebnis für August 2012 sowohl im Vorjahresmonats-, als auch im Vormonatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte nach oben.

    Liken

  2. 11.05.2012 um 07:02

    Verbraucherpreise April 2012: + 2,1 % gegenüber April 2011 / Inflationsrate verharrt seit 15 Monaten über der Zwei-Prozent-Marke

    WIESBADEN – Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im April 2012 um 2,1 % höher als im April 2011. Damit liegt die Inflationsrate bereits seit Februar 2011 über der Zwei-Prozent-Marke. Im März 2012 hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – ebenfalls bei 2,1 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im April 2012 um 0,2 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) korrigiert damit seine vorläufigen Ergebnisse für April 2012 sowohl im Vergleich zum Vorjahresmonat als auch zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte leicht nach oben.

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Nr. 160 vom 11.05.2012

    Inflation:
    https://baufuesick.wordpress.com/2012/03/02/zunahmend-wohnungsnachfrage-umsatz-bau-inflation/
    Baupreise:
    https://baufuesick.wordpress.com/2012/04/12/hurra-die-baupreise-steigen/
    08.2011:
    https://baufuesick.wordpress.com/2011/08/27/baupreisindex-halt-schritt-mit-der-inflation/

    Liken

  1. 13.04.2013 um 12:56
  2. 15.05.2012 um 08:36
  3. 10.05.2012 um 12:39
  4. 10.05.2012 um 12:39
  5. 10.05.2012 um 12:38

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