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Brennende WDVS: die Wärme dämmende Fassade als Risiko

Brennende WDVS

Am 25. Januar 2012 veröffentlichte Echo online, Darmstadt unter der bezeichnenden Überschrift „Brennende WDVS: Wärmedämmende Fassaden als Risiko“ einen Artikel des Autors „hap“.  Dieser ist der Rubrik „Brennende WDVS“ zuzuordnen.

Es geht um einen Brand einer WDVS Fassade in Eberstadt, der ebenso die Gefahren aufzeigt, wie viele andere auch schon. Bundesweit gäbe es einige gravierende Fälle und die Rede ist von „besorgte(n) Anrufe bei der Feuerwehr“. Sehr anschaulich, weil mit Foto (Roman Grösser). Bildunterschrift: „Ein Feuer hat die wärmegedämmte Fassade dieses Hauses in Eberstadt zerstört. Ursache war, wie berichtet, eine brennende Mülltonne. Solche Fälle sind bundesweit nicht selten.“

Zum Artikel bei echo-online.de

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In dem Artikel wird der Technische Einsatzleiter bei der Berufsfeuerwehr Darmstadt zitiert, der bestätigte, „dass es bundesweit bereits einige gravierende Fälle von brennenden Fassaden gegeben habe“. Ein Beispiel ist der Großbrand in Frankfurt-Sachsenhausen mit 21 Verletzten vom Sonntag, den 21. März 2010. Auch hier war es ein brennder Müllcontainer, der die Fassade zum Abfackeln brachte. Die Feuerwehr berichtet hierzu: „Als die Feuerwehr an der Brandstelle eintraf, hatte das Feuer bereits auf die Fassade übergegriffen, auch Teile des Daches standen in Flammen. Das gesamte Treppenhaus war stark verraucht. Den Bewohner des Hauses war eine Flucht über den Treppenraum nicht mehr möglich.“

Kreisfeuerwehrverband Frankfurt

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Zitat: „In einem neungeschossigen Wohnhaus wurden bei einem Brand 25 Personen verletzt. Das Feuer brach in einer ca. 100 m² großen Wohnung im 4. Stock aus. Die Flammen breiteten sich durch die geborstenen Fensterscheiben auch auf die Wärmedämmung der Fassade aus. Eine Brandausbreitung auf die darüber liegende Wohnung konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.“

Die Brandausbreitung auf die darüber liegende Wohnung wurde von der feuwehr verhindert, nicht vom Brandriegel bzw. infolge der schwer entflammbaren Dämmstoffe.

18.09.2011, 17.29 Uhr; Max-Wönner-Straße, München: 25 Verletzte

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verwandte Artikel:

Styropor an der Fassade – brennende WDVS

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Zum Fassadenbrand in Berlin Pankow (Heinersdorf) hier die journalistische Leistung des Hr. Purtul, auf der Seite des 1. Deutschen Staatsfernsehens (NDR).
Mit sehenswerten Fotos.

Rückschau: Fragwürdig: Polystyrol-Fassaden

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„Wenn die Bewohner um das Brandrisiko wüssten, würden sie wohl deswegen auf die Straße gehen.“
Albrecht Broemme
(ehemaliger Oberster Feuerwehrmann in Berlin)

Na ja, bis der deutsche Michel auf die Straße geht …

Im Februar 2012 wurde die Soße beim WDR noch einmal neu aufgewärmt, auch Herrn Purtuls Artikel, leicht modifiziert. Sozusagen im Rahmen der Mehrstufenverwertung. Dennoch: danke für das Aufgreifend es Themas.
Mit Fotos, mit Videoclip.

Hausbrand durch Styropor

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Mehrfach-Verwurstung des Purtul Artikels: am 01.02.2012 beim HR.

Brandgefährlich. Dämmen mit Styropor

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Der Bericht zum Fassadenbrand von Delmenhorst wurde Ende Januar 2012 von der WELT unter der Überschrift „Wenn Styropor zur riskanten Feuerfalle wird. Mit Polystyrolplatten lassen sich Fassaden billig abdichten – doch selbst ein Zimmerbrand kann das ganze Haus abbrennen lassen. Von Richard Haimann“ nachgekaut neu aufgewärmt. Die Brandquelle: Müllcontainer.

Wenn Styropor zur riskanten Feuerfalle wird

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Danke. Dank euch allen, die sich dieses „heißen“ Themas angenommen haben.

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Haben Sie sich jetzt zu sehr aufgeregt? Sind Sie gar verunsichert oder verängstigt? Dann, zum Abschluss, noch ein paar tröstende beruhigende Worte.

Na? Ist Ihr Weltbild wieder gerade gerückt?

Wie wir wissen, ist die deutsche Dämmstoffindustrie selbstlos als Klimaretter unterwegs. Das hat dann wirklich ncihts mit Propaganda zu tun. Höchstnes Renitente verkennen die Harmlosigkeit von Styropor-Dämmplatten. Wie z.B. die Berliner Mietergemeinschaft BMG, die diesen Segen zur Klima- und Weltenrettung mal einfach frech mit „Als Dämmung zugelassene Brandbeschleuniger“ betitelt.

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Umweltschädigende Brandbeschleuniger
Wärmedämmung aus Polystyrol ist nicht nur schadensanfällig, sie stellt auch Feuerwehren vor neue Herausforderungen
MieterEcho 353 / März 2012

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Eine Alternative: Energiesparfarbe
Fassadenbrände bisher: 0
Schadstoffe: fast 0
Fungizide und Algizide: 0
Einsparpotenzial: 10-20%

  1. B. Amter
    01.04.2012 um 18:29

    In einem Artikel des Behörden Spiegel vom 20.02.2012 wird Herr Broemme etwas anders zitiert als an den verlinkten Stellen.

    Zitat: „“Bei dem Brand in Berlin gab es zwei Besonderheiten. Einmal war die Fassade so gebaut, dass die Staatsanwaltschaft keine Anklage erheben konnte oder musste“, so Broemme. Angesichts des Todesopfers habe die Staatsanwaltschaft sehr genau ein mögliches Verschulden beim Bau geprüft, konnte aber keinerlei Mängel feststellen. Das Haus entsprach also den gültigen Richtlinien.“

    Link:
    http://www.behoerden-spiegel.de/icc/Internet/sub/40c/40c77b17-d6b8-531c-be03-9e27b988f2ee,,,aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000003&uMen=de04023a-d41d-fd11-a3b2-1718a438ad1b.htm

    Das Haus entsprach also mitsamt der Fassade den gültigen Richtlinien. Trotzdem brannte es lichterloh und es waren Todesopfer zu beklagen. Was taugen die „gültigen Richtlinien“? Wer fabriziert diese „gültigen Richtlinien“?

    Liken

  1. 17.10.2015 um 06:03
  2. 23.02.2014 um 13:25
  3. 14.10.2012 um 08:47
  4. 08.04.2012 um 19:02
  5. 02.04.2012 um 12:41

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