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Die Korruption gehört zu Deutschland

Deutschland ist auch bei Korruption führend

Kongress des BMVBS zur Korruptionsprävention

Ramsauer: Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam gegen Korruption

Bundesminister Peter Ramsauer eröffnet heute im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung einen branchenübergreifenden Kongress gegen Korruption. Unter dem Motto „Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam gegen Korruption“ tauschen Verwaltung und Wirtschaft Erfahrungen und Strategien zur Korruptionsprävention aus.

Ramsauer:

„Wir setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Korruption. Klare, transparente Regeln, kombiniert mit der Sensibilisierung für das Problem und eine lückenlose Verfolgung von Vergehen, sind der Schlüssel. Korruption wird in keiner Form und auf keiner Ebene toleriert. Sie behindert Wettbewerb und Fortschritt, sie schadet der Gesellschaft, ihrer Wirtschaft und dem Sozialwesen. Einmal verlorenes Vertrauen ist schwer wieder herzustellen. Deshalb setzen wir bei der Prävention an.“

Teilnehmer am Kongress sind neben Transparency International weltweit agierende Unternehmen aus dem Bau- und Verkehrssektor wie Thyssen-Krupp AG, Siemens AG, Bilfinger-Berger, Daimler AG, Fraport AG und die Deutsche Bahn AG.

Im Durchschnitt werden dem BKA bundesweit etwa 9500 Korruptionsstraftaten pro Jahr gemeldet. Der öffentliche Dienst steht in einer besonderen Verantwortung, Korruption entgegen zu wirken. Das BMVBS beugt Korruption mit einem eigenen Aktionsplan und einem umfangreichen Fortbildungskonzept vor. Eine Stabstelle zur Korruptionsprävention und eine zentrale Informationsstelle wurden eingerichtet. 2010 wurde ein eigenes Antikorruptionsprogramm entwickelt. 2011 wurde mit einer neuen Risikoanalyse aller Geschäftsbereiche des BMVBS begonnen. Die Korruptionsprävention gehört zur täglichen Arbeit im Ministerium. Der Antikorruptionsbeauftragte im Geschäftsbereich des BVBS ist seit 2006 Dr. Klaus Stadler.

BMVBS, 08.03.2012

***

Na, da hat sich Ramses aber was vorgenommen. Don Quichote lässt grüßen. Übrigens: seit Jahren wehren sich die  Abgeordneten des Deutschen Bundestages gegen ein Gesetz gegen Korruption. Die Begründung ist hanebüchen: wenn es dieses Gesetz gäbe, würden die Damen und Herren „Volksvertreter“ unter Generalverdacht gestellt. Andererseits: wenn doch keiner der Abgeordneten korrupt ist – dann dürfte doch keinen solch ein Gesetz stören? Willkommen in der Bananen Republik Dummerland. Träumt schön weiter.

Sincerely yours
Intransparency national

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  1. Joachim
    22.03.2012 um 17:56

    Ich denke, dass die Debatte um die Ratifizierung eines Korruptionsgesetzes viel mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte. Die neusten Studien prognostizieren, dass noch in diesem Jahr alleine durch Korruptionsfälle in Deutschland ein Schaden von über 250 Milliarden Euro entstehen soll. Bei so einer hohen Summe ist die verschwiegene Stimmung bei den Politikern verständlich.

    Quelle: Handelsblatt

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