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Zum Gedenken: Dresden, 13. Februar 1945

G. Beyer: Zerstörtes Dresden, Deutsches Bundesarchiv

Heute gedenken wir der Opfer der Luftangriffe auf Dresden im Zweiten Weltkrieg durch Bomberverbände der Royal Air Force (RAF) und der United States Army Air Forces (USAAF). Einzelangriffen bis Januar 1945 folgten die 1. Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar, die 2. Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar sowie Tagesangriffe am 14. und 15. Februar. Die Altstadt brannte zu einem großen Teil aus, außer Ruinen blieben nur einige wenige Gebäude schwer beschädigt erhalten, viele Kulturdenkmäler wurden zerstört. Ende März 1945 zog der britische Premierminister Winston Churchill in Betracht, den Luftkrieg gegen deutsche Städte einzustellen. Mit der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg beendet.
In den letzten Jahren setzte eine unglaubliche Geschichtsklitterung ein. Hierzu gehören das Leugnen des Einsatzes von Phosphorbomben, das Leugnen der Kriegsverbrechen in den Elbwiesen sowie die politisch korrekte „Korrektur“ der Opferzahlen auf 25.000 in 2011 durch eine so genannte Historikerkommission. Die Bombenangriffe auf Dresden scheinen zudem ein Thema geworden zu sein, bei dem die deutsche Linke ungehemmt ihre deutschenfeindlichen Ambitionen ausleben darf. Gedenken wir still der Tausenden Opfer, anstatt im Glashaus mit Steinen zu werfen.

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Kategorien:Politik Schlagwörter:
  1. 13.02.2017 um 08:06

    In 2017 werden die Opfer von Dresden verhöhnt und missachtet, indem Busse hochkant aufgestellt werden, die von einer Islam-Terrorbande in Syrien mit IS-Fahne geschmückt wurden. Weil das noch nicht genügt, zeigen uns die Politschranzen mit so genannten „Flüchtlingsgräbern“, wer ihnen etwas wert ist und wer nicht. Armes Deutschland.

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  2. M.R.
    26.01.2013 um 16:50

    Memento Dresden
    13. bis 15. Februar 1945
    Dresden stirbt im vierfachen Bombeninferno

    „WIEVIEL STARBEN, WER KENNT DIE ZAHL?
    AN DEINEN WUNDEN SIEHT MAN DIE QUAL
    DER NAMENLOSEN, DIE HIER VERBRANNT
    IM HÖLLENFEUER AUS MENSCHENHAND.“
    (Inschrift auf dem Dresdner Heidefriedhof)
    Worte von Max Zimmering

    Das Gedenken an die unschuldigen Opfer des Bombenterrors in Dresden ist mit Recht zum Symbol für die vielen anderen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung geworden. Die Trauer an den Gedenktagen hat sich aber zusehends von stiller Betroffenheit zur Selbst-Anklage gewandelt. Opfer sind jenseits von Schuld auf allen Seiten stets beklagenswert, die eigenen können dabei nicht geringer sein.

    Für Nachgeborene ist das Geschehen des 13. bis 15. Februar 1945 – der diabolische Vorgang und seine verheerende Wirkung – nicht wirklich nachvollziehbar und auch nur schwer zu vermitteln.
    Luftmarschall Sir Robert Saundby, Stellvertreter und engster Mitarbeiter von Sir Arthur Harris (Bomber-Harris) bekennt: „Dass die Bombardierung Dresdens eine erschütternde Tragödie war, kann niemand leugnen“.
    Zwei vernichtende britische Feuersturmangriffe kurz hintereinander, kombiniert mit Brand- und Sprengbomben, auf das zivile Innenstadtgebiet von ca. 15 qkm, verhinderten die Rettungsmöglichkeiten. Zwei weitere amerikanische Angriffe in den darauf folgenden Stunden vollenden die unfassbare, vierfache Vernichtungsorgie.
    Kurt Vonnegut jr., amerikanischer Schriftsteller, als Kriegsgefangener Augenzeuge des höllischen Geschehens, im SPIEGEL 6/2005 S.159:
    „Die Zerstörung Dresdens war das größte Massaker der europäischen Geschichte“.
    Die mit Ostflüchtlingen überfüllte Stadt hinterließ so große Leichenmengen, dass wegen Seuchengefahr und geringster Transportmöglichkeiten Massenverbrennungen schon am ersten Tag an mehreren Stellen der Stadt durchgeführt werden mussten. Dokumentiert findet sich nur die erst ab 21.2.1945 bis 5.3.1945 stattgefundene am Altmarkt. Leichenbergungskommandos waren noch bis Juli 1945 für die massenhaft verschütteten Kellertoten eingesetzt.
    Die im Dresdner Stadtmuseum noch vor 1989 gesammelten Schmelzen von Materialien mit Schmelzpunkt bis 2000 Grad, weisen zudem auf die nicht mehr registrierbaren, veraschten Menschenopfer des Bombardements hin (Kremierungstemperatur liegt bei 800 Grad).

    Von der 2004 eingesetzten Historikerkommission wurden aber nur die noch vorhandenen Dokumente als wissenschaftlich bewertet und Augenzeugen als traumatisiert einseitig abgelehnt.
    So wurden aus 275 000 Opfern (Internationales Rotes Kreuz) jetzt
    als Obergrenze 25.000 Opfer bestimmt
    Dieses politisch korrekte, Opfer verachtende Ergebnis kann nicht allein bei uns Zeitzeugen, sondern auch im In- und Ausland nur noch Abscheu erregen.

    ALLEN TOTEN
    EINSCHL. DER NAMENLOSEN BRANDOPFER DRESDENS
    ZUM GEDENKEN

    E.E. Korkisch, ehem. Kruzianer / Kreuzchorschüler, Augenzeuge, 85354 Freising, Vimystr. 4

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  3. Andreas Junge
    15.07.2012 um 18:15

    Die Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945

    “Wie viele starben ? Wer kennt die Zahl ? An deinen Wunden sieht man die Qual. Der Namenlosen, die hier verbrannt. Durch Höllenfeuer aus Menschenhand. „ Die Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945

    “Wie viele starben ? Wer kennt die Zahl ? An deinen Wunden sieht man die Qual. Der Namenlosen, die hier verbrannt. Durch Höllenfeuer aus Menschenhand. „

    Was nun passierte kann kein normaler Mensch begreifen. All das, was die Menschen in den fruchtbaren Jahren erschaffen haben, wurde in einer Nacht und den darauffolgenden Tagen bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Nicht nur Dresden – NEIN – auch alle anderen Städte die durch solche Luftangriffe völlig zerstört wurden.
    Das was einem dünnen Mann mit Nasenbart und Seitenscheitel, einem dicken Zigarre rauchenden Kerl und einem aus dem Osten kommenden Kommunist an unserer Welt nicht gefallen hat, mussten viele Millionen Menschen mit ihrem Leben bezahlen.
    An jedem 13. Februar Jahr für Jahr hat das Ganze einen bitteren Nachgeschmack, dabei sind es nicht einmal die links- oder rechtsradikalen die mir den Appetit verderben, sondern mehr die angeblich allwissenden meist Nicht Dresdner die sich anmaßen mehr zu wissen als wir Einheimischen, sprich unsere Eltern und Großeltern, selbst. Die sich anmaßen Zahlen zu veröffentlichen die weit unter der Wahrheit liegen. Die sich anmaßen all die Opfer die nicht in ihr wissenschaftliches Konzept passen einfach so aus der Geschichte zu streichen. Das ist für all die Opfer über die Zahl von 25 000 die man in angeblich schwerster wissenschaftlicher Arbeit über Jahre ermittelt hat, ein Schlag ins Gesicht. Ist jetzt nur noch die Frage, wie viel Geld man dafür bekommen hat. Ich kann es nicht mehr ertragen, dass jedes Jahr wieder ein Stück Wahrheit durch eine Lüge ersetzt wird. Genau diese Leute werden denken, dass irgend wann die Zeitzeugen verstorben sind und dann können sie die Geschichte so drehen, wie sie sie gerade brauchen. Da haben die sich aber ganz gewaltig geirrt. Deshalb habe ich mich entschieden die Geschichte mal so zu schildern wie sie wahrscheinlich am nächsten zutrifft. Ich beziehe mich dabei auf die vielen Gespräche die ich in den letzten 40 Jahren mit Verwandten, Bekannten und den vielen Zeitzeugen aus dieser Zeit geführt habe. So weit ich mich erinnern kann, war ich 10 Jahre alt, als ich zum ersten Mal mit meinem Vater über den Krieg gesprochen habe. Mein Vater ist 1923 in Dresden geboren und kam mit 19 Jahren an die Front. Er kam einmal in russische, einmal in amerikanische Gefangenschaft und überlebte das Ganze nahezu unversehrt. “Gott sei Dank” Mit Sicherheit wird man heute nicht mehr alles beweisen können, vieles wurde erzählt, vieles wurde überliefert, vieles wurde aufgeschrieben, vieles wurde vernichtet und mit Sicherheit auch vieles dazu gemogelt. Da zählen hautsächlich die Fakten und die sichersten Autoren dieser Geschichte sind die Opfer selbst, all die Zeitzeugen die dieses Inferno überlebt haben. Die Dresdner, die Zugereisten und vor allem die vielen Flüchtlinge die heute sollten sie noch leben, darüber berichten können, wie sie dieses Nacht überlebten.

    Dresden war im 2. Weltkrieg, warum auch immer, fast nie das Ziel der britischen Bomber. Von daher war Dresden die Stadt, die noch komplett funktionierte. All das wie Strom, Gas, Wasser, Telefon, Nahverkehr, Züge, ärztliche Versorgung, Krankenhäuser, Polizei und vieles andere was eine Stadt zum leben braucht funktionierte. Das sprach sich natürlich in der Welt herum und so kam es, dass sich die Stadt systematisch zu einer Lazarett- und Flüchtlingsstadt entwickelte. Die Menschen die nach Dresden kamen fühlten sich sicher. Auch die Dresdner verantwortlichen wussten das und ließen auf vielen hohen Dächern der Stadt weiße Kreuze aus Laken anbringen. Das sollte den Piloten der Flugzeuge signalisieren, dass aus dieser Stadt keine kriegerischen Handlungen zu erwarten sind.
    1944 brach die Ostfront endgültig zusammen und von überall aus den deutschbesetzten Gebieten im Osten strömten die Flüchtlinge in Richtung Westen. Der Westen, was war davon noch übrig ? “Dresden” . Egal ob ausgebombt oder auf der Flucht, wie hätten Sie sich damals in dieser Situation entschieden, natürlich dorthin wo man am sichersten ist. Das war nun mal zu dieser Zeit die Stadt Dresden und diesem Gedanken sind die meisten Flüchtlinge gefolgt. Viele mit denen ich sprach sagten fast einstimmig, dass gerade in den Februartagen die Innenstadt (der Dresdner spricht vom 26. Ring) so voller Flüchtlinge war, dass man die diese förmlich gemieden hat. Von einer Familie konnte ich erfahren, dass die ankommenden Flüchtlingszüge im Stau standen und sie aus diesem Grund noch mehrere Kilometer bis Dresden laufen musste. All das führte dazu, dass die Stadt förmlich aus den Nähten platzte.
    Man sprach zu dieser Zeit von 630 000 Einwohnern und ca 600 000 Flüchtlingen. Es wurde geschätzt, dass ca 60% der Flüchtlinge und ca 50% der Dresdner Einwohner sich im unmittelbaren Stadtzentrum aufhielten. Das heißt, dass sich in etwa zwischen 5 – und 600 000 Menschen im Zentrum des Angriffs befanden. In einem Buch sprach man von 900 000 Menschen die sich zum Zeitpunkt des Angriffs hier aufgehalten haben, doch die genaue Zahl wird man wahrscheinlich nie erfahren. In Dresden wurde jeder Quadratzentimeter der sich ergab verbaut. Es hatte sich in den Jahrhunderten so ergeben, dass kaum weggerissen, aber dafür angebaut wurde. Dadurch entstanden natürlich auch viele enge Gassen. Tausende von Flüchtlingen und Tausende von Dresdnern die sich in diesen engen Gassen aufhielten, hatten überhaupt keine Chance dem Feuersturm zu entkommen. Ich gehe noch einen Schritt weiter, alle die sich beim Aufschlag der ersten Bomben nicht in einem sicheren Raum befanden, hatten keine Überlebenschance.

    13. Februar 1945….das Leben in Dresden geht seinen gewohnten Gang, viele kommen von Arbeit nach Hause, essen mit der Familie Abendbrot, einige sind noch bei der Arbeit oder unterwegs und viele beginnen gerade die Nachtschicht , am Hauptbahnhof kommen noch immer dutzende Züge mit Flüchtlingen aus dem Osten an ,Jungs der Hitlerjugend begeben sich zum Hauptbahnhof um ihren Dienst für die Einweisung der Flüchtlinge zu beginnen, all das ist in dieser Zeit der ganz normale Dresdner Alltag. Eine Frau berichtete am Abend ihrer Mutter, dass sie auf dem Nachhauseweg ein Flugblatt welches sie heimlich aufhob gefunden hat, auf welchem stand „Ihr Dresdner Zwerge kommt zuletzt in die Särge“ Fliegeralarm gab es in den letzten Monaten mehr als genug, nichts geschah und schon deshalb gingen einige Dresdner nicht mehr in den Luftschutzkeller.
    Am 13. Februar 1945 war alles anders. In England rüstete man sich zu einem absoluten Schlag gegen Deutschland. <<<>> war doch eigentlich nicht mehr da, nur diese eine kleine Stadt in Sachsen die sich Mühe gab zu überleben konnten die Engländer noch bombardieren und man hatte dabei Glück, dass amerikanische Staffeln zur Verfügung standen. Gerade diese Helden, die zum Schluss kamen… zu bombardieren gab es nichts mehr, man hatte seine Ladung abgeworfen… doch die Tiefflieger kamen schon noch zu ihrem Einsatz. Was für ein Erfolg !
    Selbst viele Piloten und Mitarbeiter der Royal Air Force gingen mit einem mulmigen Gefühl und dem wissen in den nächsten Stunden eine der schönsten Städte Europas zu vernichten an Bord. Einige der jungen Piloten haben selbst als Studenten einige Zeit in Dresden gelebt und waren über ihren Einsatz überhaupt nicht begeistert.
    Ich bin mit Sicherheit ein sehr realistischer und vor allem ein sehr liebevoller Mensch, doch was sich da ein Herr Harris ausgedacht hat, ist krank. Krank war zu wenig, man hatte sich den absoluten Todesschuss für Dresden genau überlegt. Todesschuss was heißt das für englische Verhältnisse. Es wurde der teuflischste Plan aller bisher bekannten Pläne geschmiedet. Dresden sollte so vernichtet werden, das danach die Stadt nicht mehr existiert. Beinahe hätten sie das auch geschafft. Deshalb auch der Spruch von Harris nach dem Angriff….”Dresden kenne ich nicht, was soll das sein”.
    Ich möchte nun mal versuchen das Ganze aus meiner Sicht zu schildern. Über die Anzahl der Bomber und abgeworfener Bomben wird unterschiedlich berichtet.
    Im ersten Angriff ging um 21,45 der Fliegeralarm und um 22,00 öffneten sich die ersten Bombenschächte der insgesamt 244 Lancaster Bomber. In der Zeit von 22,00 – 22,28 Uhr hagelte es im Sekundentakt 270 Luftminen, 1049 Sprengbomben und 14098 Brandbomben. Seit es zum ersten Mal 1943 in Hamburg zu einem Feuersturm kam, wurde die Angriffsplanung weiter verfeinert. Schwere Luftmienen und Sprengbomben sprengten die Häuser auf und Brandbomben schlugen in die bereits aufgerissenen Häuser ein. In diesen fanden sie sofort Nahrung und erfassten die hölzernen Balken der Dachstühle, Türen, Treppengeländer, Möbel, Teppiche und Gardinen. Die Brände machten in Folge der sich entwickelnden Hitze selbst Asphaltstraßen zu flammenden Sümpfen. Das war dem Herrn Harris noch nicht höllisch genug, Stabbrandbomben wurden mit einer Sprengladung mit starker Splitterwirkung versehen welche verhindern sollte, dass Rettungskräfte schnell an den Brandherd kommen konnten.
    Stabbrandbomben – genannt auch (Elektron – Thermitstab) aus einer Magnesium – Aluminium Legierung. Trotzdem noch nicht teuflisch genug, es sollte ja brennen, lange und sehr heiß.

    Phosphor

    Phosphorkanister war die Lösung, ein Brandbeschleuniger aus einem Gemisch von Leichtbenzin, flüssigem Rohkautschuk und einem kleinen Anteil Phosphorlösung. Das Zeug war richtig höllisch, es lief brennend in jeden Raum, in jede Ritze und man konnte es nur mit Sand oder ähnlichen ersticken. Saß man im Keller gegenüber der einzigen Tür und musste mit ansehen wie dieser teuflisch brennende Fluss zur Tür herein lief, hatte man vielleicht gerade mal noch Zeit ein letztes Gebet zu sprechen, bevor man bei lebendigem Leib verbrannte.

    Hier eine Geschichte eines jungendlichen gerade mal 16 Jahre alt, der in dieser Nacht nur aus einem Grund am Hauptbahnhof war, nur um zu helfen.
    Er hatte wie viele andere ganz normalen Dienst am Hauptbahnhof, um den Flüchtlingen zu helfen. Er wurde genauso wie alle anderen vom Fliegeralarm überrascht.

    “Nach etwa 20 Minuten brach die Stromzufuhr zusammen, das Licht verlosch. Einige Not – und Taschenlampen leuchteten auf. Angst und Entsetzen stand auf allen Gesichtern. Die Intensität des Bombenhagels nahm ständig zu. Ich gewann den Eindruck, dass jetzt die Welt untergeht. Mit Ohrenbetäubendem Lärm gingen plötzlich Luftmienen auf den Bahnhof nieder. Die Druckwellen waren sehr stark.
    Oh mein Gott, dachte ich bei mir, lass diesen Kelch an mir vorbei gehen. Ich wusste von meiner Ausbildung her, dass es dort, wo Luftmienen niedergehen, keine Rettung gab. Der entsprechende Druck ist so stak, dass den Menschen die Lungen zerplatzen.
    Plötzlich gab es eine wahnsinnige Detonation welche alles bis dahin Erlebte übertraf. Im gleichen Moment wurde die Stahltür des Notausganges zu meiner rechten aus den Angeln gerissen und flog, total deformiert, wie ein Geschoss durch den Schutzraum. All die Menschen, die sich in der Flugbahn der Tür befanden, verloren buchstäblich ihren Kopf. Die Wucht war so stark, dass sich die Stahltür in die 8 m entfernte Wand bohrte.
    Plötzlich ertönte ein Schrei: “Phosphor” Ich wusste, dass man Phosphor nur mit Sand löschen konnte, den wir hier im Keller nicht hatten. Mich packte ein eiskaltes Entsetzen, selbst in meinen übelsten Alpträumen und Phantasien wurde ich noch nie mit ähnlichen Bildern konfrontiert. Der Schock lähmte in mir jeden Muskel und jeden Gedanken. Was jetzt kam, waren Reflexe der Selbsterhaltung, welche ohne jede Überlegung abliefen. Ich sprang über die blutenden Leichen, vorbei am flüssigen Phosphor ins freie und überlebte dadurch wahrscheinlich das Inferno.”
    Das ist nur eine von vielen Berichten der Überlebenden

    Luftminen
    – die Druckwelle zerstörte im Umkreis von 100 m weit alle Gebäude gewöhnlicher Bauart, riss im freiem Gelände bis zu 1000 m weit Türen, Fenster und Rahmen heraus und ließ Fensterscheiben in einer Entfernung von 2000 m zersplittern. Was glauben Sie was so eine Druckwelle mit Menschen anstellt, die im Zentrum der Explosion standen. Da bleibt nichts mehr übrig.
    Wohl dem der es geschafft hat einen sicheren Raum zu erreichen, der sich kurz glücklich schätzte und versuchte zur Ruhe zu kommen , der plötzlich feststellen musste, dass er hier in einer Mausefalle saß. Der in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden musste, raus aus dem Keller oder sterben. Raus aus dem Keller aber wohin, was erwartet mich da oben, nicht einer der im Keller sitzenden Menschen hätte so viel Fantasie aufbringen können, nur zu erahnen was ihn da oben erwartet.
    Mittlerweile hatte sich ein furchtbarer Feuersturm gebildet.

    Feuersturm

    Wie in einem Kamin wird durch ein Feuer erwärmte Luft nach oben abgeführt und unten an der Feuerstelle durch frische Luft ersetzt. Ein Feuersturm entsteht aus einem großflächigen zusammengeführten Brandherd, der aus kleineren Bränden zusammengewachsen ist. Durch den Rückkopplungseffekt zwischen aufsteigender – und nachströmender Luft kommt es zu sturmähnlichen Windstärken die sogar das gehen und laufen unmöglich machen. Nach Augenzeugen zufolge war der Sturm so stark, dass es viele in diesen hinein gezogen hat. Durch die Intensität des Feuers konnte sich die Luft im Brandkessel auf Temperaturen von über 2000 grad aufheizen. Nur als Beispiel genannt, für einen Menschen benötigt man eine Temperatur von 1200 grad um ihn in einer Zeit von 90 Minuten bis zur Asche zu verbrennen. Ich brauch kein Wissenschaftler zu sein um zu begreifen, wie viele Menschen in diesem Feuersturm zu Asche verbrannten.
    In der Innenstadt erreichte der Feuersturm unbändige Kräfte. Eine große Menge Brandbomben, die in die bereits ausgehöhlten Häuser geworfen, hatte den Orkan zusätzlich angefacht. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und entsetzlichem Dröhnen jagten Feuerwirbel durch die Straßen, hoben Autos in die Luft, wirbelten Mauerstücke herum, trieben brennende Klumpen vor sich her, entwurzelten Bäume, rissen Laternen um, fraßen sich unaufhaltsam voran. Metall und Kunststoff verflüssigten sich, überall tropfte es herab. Der Sog war so intensiv, dass man regelrecht in die Flammen hineingezogen wurde. In diesem Feuersturm war das Überleben unmöglich. Es gab keine Luft zum Atmen. Der Feuersturm fraß den Sauerstoff förmlich auf.

    Die Nacht war unheimlich schrecklich und für uns kaum nach zu vollziehen. Es gab in der Innenstadt keinen Ort mehr der sicher war. Es gab in dieser Nacht viele Arten zu sterben. Sehr viele erstickten, verbrannten bei lebendigem Leib, wurden von Luftmienen zerrissen, blieben im flüssigen Asphalt der Straße stecken und warteten auf den Verbrennungstod, wurden in den Sog des Feuersturms gezogen oder sprangen in einen der Feuerlöschteiche um dort gekocht zu werden. Diese Tatsachen hat die Kommission, die man vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat nur um uns Dresdnern zu zeigen, dass wir falsch liegen und es ja nicht so viele Tote gab, wahrscheinlich ignoriert.

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  1. 10.09.2012 um 21:13

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