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Wahnsinn: Wärmedämmung aus Styropor brennt rasant

Das muss man aber einschränken: nicht nach DIN Test und auch nicht nach Fachverband WDVS. DIBt sowie Bauministerium werden das wohl auch anders sehen. Zumindest nicht vorbehaltlos bestätigen. Denn die einen wissen von nix und die anderen scheren sich einen feuchten um die Praxis, weil es sich in der Welt der DIN Normen viel ruhiger und gelassener leben lässt.

Wie dem auch sei. Es steht jedermann frei, sich auf das substanzlose Abwimmeln der Bundesregierung einzulassen – oder aber jemandem Glauben zu schenken, der etwas mehr von Feuer, Bränden und deren Löschen versteht. Mit der Frage „Brennt Fassadendämmung aus Polystyrol?“ hat sich die Feuerwehr befasst. Zu welchem Ergebnis sie gekommen ist, sehen Sie hier bzw. ausführlicher, wenn Sie den Links folgen.

Gefahr für Bewohner wächst rapid
Am 21. April 2005 kam es in Berlin-Pankow zu einem folgenschweren Brand mit zwei Toten und drei Verletzten. Die Flammen breiteten sich dramatisch schnell über die gedämmte Außenfassade eines mehrstöckigen, neu errichteten Wohnhauses aus. Die Ursachen waren Mängel in der Bauausführung der Dämmung der Fassade und Überlastung des Gebäudes mit Brandlast. Bedingt durch den nicht unerheblichen Anteil der Dämmstoffe an der Brandlast, den hohen Temperaturen und der ebenfalls sehr hohen Konzentration an z. T. hochtoxischen Rauchgasen (CO, HCN, NOx, HCl usw.) – verbunden mit der verspäteten Brandentdeckung sowie der schlechten Be- und Entlüftung – wächst auch die Gefährdung für die Personen im Brandfall im Gebäude. Hinzu kommt, dass sich in diesem Zusammenhang die Interventionszeiten der Feuerwehr für eine erfolgreiche Personenrettung dramatisch verkürzen.“

aus:
ÖKOBAU UND BRANDSCHUTZ
Herausforderungen für den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz
in: FEUERWEHR 12/11

Quelle

Dumm gelaufen: das WDVS brennt wie Zunder

Bild zum Brandtest
„Rasant: In nur 35 s stand diese Fassadendämmung in Vollbrand und der Flammenüberschlag auf das Dach erfolgte. Trotz Riegelstellung konnte die Feuerwehr den Flammenüberschlag verbunden mit der Brandausbreitung über das Dach in das Gebäude nicht verhindern. Deutlich erkennbar die „Klebe“-Wülste – trotz richtiger „Verklebung“ kam es zu dem rasanten Abbrand.“

Quelle

Und dann noch dieser Artikel aus September 2008:
Unter der Überschrift “Brandbomben” berichtete am 14.03.2007 der ORF Steiermark in der Rubrik “Steiermark-News” darüber, dass die Feuerpolizei vor Styropor-Dämmplatten warne, mit denen immer mehr Steirer ihre Häuser isolieren, um die Energiekosten zu minimieren.

Polystyrol-Platten brennen in 20 Sekunden lichterloh

Ist also doch etwas dran? Oder ist es eine Verschwörung? Eine Verschwörung der Feuerwehr? Und der Praxis? Rätselhaft, die Sache. Bundesregierung müsste man sein, dann bräuchte man sich keine Gedanken mehr machen.

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  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 23.02.2014 um 13:25

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