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Linktipp: verordnete Unwirtschaftlichkeit

Viel Geld für wenig Nutzen / Mehr einsparen als verbrauchen

Aus der Rubrik „muss man gelesen haben“. Sie kennen den Artikel „Saniert und angeschmiert“ vom 08.12.2011, der auf das erste Heft 2012 der Zeitschrift GUTER RAT verweist und verlinkt? Wenn nicht, können Sie den Link unten anklicken. Inzwischen ist ein Auszug online (Link: unten):

Energie-Fallen
Saniert und angeschmiert
von Thilo Ries

Weil Energieberater mit falschen Zahlen rechnen, renovieren Eigentümer ihre Häuser zu teuer. Manchmal heizen sie danach sogar mehr.

Zitat: „Die Energieeinsparverordnung verlangt längst, dass die Gebäude nicht mehr nach schlichten Verfahren wie einer mehrjährigen Verbrauchserfassung bewertet werden dürfen. Stattdessen gelten Normen, mit denen anhand der baulichen Gegebenheiten ein monströser theoretischer Gesamtenergiebedarf einschließlich Beleuchtung und Klimatisierung ermittelt wird. Dabei spielen weder die örtlichen Witterungsverhältnisse noch sparsames Heizverhalten eine Rolle; wichtige Faktoren wie die wärmende Sonneneinstrahlung aufs Mauerwerk bleiben in der Software der Energieberater ausgeklammert. »Das Ergebnis hat mit der Wirklichkeit dann so gut wie nichts mehr zu tun«, erläutert der Berliner Architekt Matthias G. Bumann, der in seinem Internet-Blog seit Jahren gegen bauphysikalisch falsche Annahmen anschreibt und die sperrige Materie für Laien verständlich macht (baufuesick.wordpress.com). »Die einschlägigen Normen spiegeln längst nicht mehr reines Ingenieurswissen und den Stand der Technik wider, sondern sie werden von Interessen aus Politik und Wirtschaft bestimmt. Letztlich dreht sich alles um Geschäfte und Beschäftigung«, urteilt Bumann.“

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  1. 02.02.2012 um 08:17

    Energiewende: 75 Mrd. EUR Investitionsbedarf* für energetische Sanierung von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur
    Der größte Sanierungsbedarf besteht in Schulen mit 27 Mrd. EUR.
    In Neubauten müssen bis 2020 50 Mrd. EUR investiert werden.

    Im Zeitraum von 2012 bis 2020 besteht in den Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur ein Investitionsbedarf von mindestens 75 Mrd. EUR, um alle modernisierungsbedürftigen Gebäude auf das energetische Niveau eines Neubaus nach der Energieeinsparverordnung 2009 zu sanieren. Mit 27 Mrd. EUR besteht der mit Abstand größte energetische Sanierungsbedarf in Schulen. In Sporthallen müssen 7 Mrd. EUR investiert werden und in Pflegeeinrichtungen 6,1 Mrd. EUR. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die das Bremer Energieinstitut im Auftrag der KfW erstellt hat. „Der energetische Sanierungsbedarf ist enorm und u.a. eine Folge des hohen Alters vieler Gebäude, von denen drei Viertel noch vor der 1. Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet wurden. Außerdem wird hier deutlich, welche Folgen der durch die knappen Finanzmittel hervorgerufene Sanierungsstau hat,“ sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Damit aber die Energiewende gelingen kann, muss endlich energetisch saniert werden. Viele Kommunen wollen das auch tun, aber es bleibt zu fürchten, dass sich der Investitionsstau im nächsten Jahr noch weiter vergrößert.“

    Ein erheblicher Investitionsbedarf besteht zudem in Neubauten: Bis 2020 müssen in der kommunalen und sozialen Infrastruktur rund 22.600 Gebäude neu errichtet werden, was insgesamt rund 50 Mrd. EUR kosten wird. Der größte Neubaubedarfs in Höhe von 14 Mrd. EUR besteht bei Sporthallen, da es v.a. in den neuen Bundesländern zu wenig Hallen gibt, und Pflegeeinrichtungen mit 9,7 Mrd. EUR; durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft wächst der Bedarf. 8,2 Mrd. EUR müssen in den Bau von Schulen investiert werden. Durch viele neue Wohngebiete sowie durch die Umstrukturierung innerhalb des Schulsystems sind die Investitionen notwendig.

    Im gesamten Bundesgebiet gibt es derzeit in der kommunalen und sozialen Infrastruktur ca. 300.000 Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von rund 313 Mio. m². Die größte Anzahl an Gebäuden entfällt auf Schulen (53.500), gefolgt von Bereitschafts- und Rettungsdiensten (35.600), Kindertagesstätten (35.000), Sporthallen (33.000) sowie Umkleidegebäuden (28.500) und Verwaltungsgebäuden (25.350).

    Um Kommunen bei der Finanzierung des energetischen Bedarfs zu helfen, bietet die KfW Kommunen durch den Bundeshaushalt verbilligten Darlehen an (Zinsen derzeit ab 0,2 % p.a.). Gemeinnützige Organisationen erhalten Förderkredite bereits ab 1 % p.a.

    Quelle: KfW
    04.01.2012

    BAUFÜSICK: „Investitionsbedarf“ bedeutet: so viel wird dem deutschen Michel aus der Tasche gezogen

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