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Dementi: Styropor ist nicht brandgefährlich – hurra!

Styropor Fassaden brennen nicht! Basta!

„Meldungen wie „Brandgefährliche Polystyrol-Fassaden“ oder „Wahnsinn Wärmedämmung“ verunsichern die Öffentlichkeit. Diese Verunsicherung ist unbegründet. Für alle Baustoffe und damit auch für den Wärmedämmstoff Styropor gelten strenge Brandschutzanforderungen, die regelmäßig geprüft und überwacht werden.

Wärmedämmung von Gebäuden liefert einen wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Für diesen Klimaschutz trägt jedermann persönlich Mitverantwortung. Wer deshalb z.B. seine Fassade nachträglich dämmen will, zeigt Verantwortung und, greift gerne zum Dämmstoff EPS-Hartschaum (Styropor). Aussagen wie „Ein Feuer in einem Haus mit Polystyrol-Fassade kann verhängnisvoll sein!“ verunsichern die Verbraucher zu Unrecht aus folgenden Gründen:

Das deutsche Baurecht einschließlich der baurechtlichen Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen sind streng und deshalb eng gefasst. Dabei wird EPS-Hartschaum wie alle anderen Baustoffe behandelt. Es gibt hierfür keine Sonderregelungen.

Leicht entflammbare Dämmstoffe – oftmals falsch als leicht brennbar bezeichnet – sind in Deutschland als Wärmedämmung verboten. Nach den brandschutzrechtlichen Bestimmungen müssen alle Dämmstoffe im eingebauten Zustand mindestens der Baustoffklasse B2 entsprechen. B2 bedeutet normalentflammbar nach der deutschen Norm DIN 4102.

Styropor, wie es z.B. in Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) als Fassadendämmung eingesetzt wird, erfüllt die Baustoffklasse B1, d.h. es ist schwerentflammbar.

Die geforderte Schwerentflammbarkeit von Styropor muss und wird regelmäßig geprüft und fremdüberwacht. Diese Prüfungen und Überwachungen werden ausschließlich von unabhängigen Prüfinstituten durchgeführt, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin als Prüfstellen zugelassen sind. Die Verwendbarkeit von Styropor als schwerentflammbarer Wärmedämmstoff wird über Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen nachgewiesen. Diese Zulassungen sind ausgestellt vom DIBt.

Die in Deutschland ordnungsgemäß eingesetzten Wärmedämmverbundsysteme verfügen ebenfalls über bauaufsichtliche Zulassungen, die vom DIBt ausgestellt werden. Wie die Zulassungen für EPS-Hartschaum basieren die WDVS-Zulassungen auf umfangreichen bestandenen Prüfungen, die auch Originalbrandprüfungen bis hin zu Naturbrandversuchen umfassen. Alle erforderlichen Brandschutzmaßnahmen für das gesamte Fassadensystem (WDVS) sind in den Zulassungen festgelegt. Auch für WDVS unter Verwendung von EPS-Hartschaum ist eine regelmäßige Prüfung und Überwachung durch unabhängige Prüfinstituten in den Zulassungen vorgeschrieben. Die Zulassungen erlauben keinerlei Abweichung in der Zusammensetzung des WDVS und in seiner praktischen Ausführung.

Dass Wärmedämm-Verbundsysteme mit Styropor als Wärmedämmstoff sichere Systeme sind, wurde und wird regelmäßig durch Prüfungen bestätigt. Nicht zuletzt deshalb sind Wärmedämmverbundsysteme mit EPS-Hartschaum seit Jahrzehnten als bewährte Fassadendämmung bewährt und anerkannt.“

***

Herzlichen Dank an den IVH , den Industrieverband Hartschaum, für diese Klarstellung. Den Brand in Delmenhorst hat es nicht gegeben, den Brand in Berlin Pankow hat es nicht gegeben, alles nur Erfindungen und Erscheinungen von Massenhalluzination, wie z.B. die Sammlung von Hr. RA Haegele: „Berlin: Verheerender Fassadenbrand, Ein Zimmerbrand weitet sich aufgrund baulicher Mängel zum Großfeuer aus, Konstanz: 27. Februar 2009 – Fassadenbrand, Kirchrode: Hoher Sachschaden bei Fassadenbrand, Chur: Fassadenbrand wegen vergessener Kerze, Fassadenbrand am alten Gymnasium in Leoben, Fassadenbrand in Grünbach, Fassadenbrand: Kleine Ursache, grosse Wirkung, Springe: Bei Schweißarbeiten: Fassadenbrand in Eldagsen, Paris: Brandausbreitung über die Fassade, Kiezbrand, Feuer auf der Reeperbahn, St.Pauli in Flammen, Großbrand in Delmenhorst!“

Zusammenfassung: Styropor ist schwer entflammbar und die WDVS haben eine Zulassung. Fazit: alles in Butter. Oder anders ausgedrückt: Wärmedämm-Verbundsysteme mit Styropor als Wärmedämmstoff sind sichere Systeme.

Na. da können wir uns ja beruhigt zurücklehnen. Danke, liebe Dämmstoffindustrie. Danke für diesen herrlichen Beitrag zur Verbraucherberuhigung. Brennende WDVS sind eben nur ein Hirngespinst.

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  1. schmidt karl
    16.06.2017 um 15:59

    ich wären nach all den Gefälligkeitsgutachten mal gespannt wer denn die Verantwortung für die dadurch entstandenen Schäden übernimmt ? Das DIBt wurde offenbar durch gefinkelte Testberichte über den Tisch gezogen – die haben dann einen Freibrief durch Attestieren von schwerer Entflammbarkeit erteilt. Und die Firmen die sich durch das Aufpicken von Styropoor goldnen Nasen verdienen werden nicht müde auf diesen Freibrief zu verweisen. Dann wird was von Brandriegel und sonstigem Schmarren gefaselt der in der Prasix genau nix bringt – weil sich Brände nicht an diese Theorie halten. Normaler Menschenverstand reicht aus um zu wissen dass Styropoor brennt wie Zunder – oder wie Napalm wie es ein Feuerwehrmann mal sagte. Da hilft kein Schönreden – das Zeug gehört als Dämmstoff verbannt – nicht noch subventioniert.

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  2. Anonymous
    21.09.2014 um 11:33

    Weltweit ist das Verbot beschlossen worden den Zusatz zum Styropor , welches Styropor nicht mehr brennbar macht , umzusetzen. Der Inhaltsstoff HBCD ist äußerst giftig. Viele Hausbesitzer haben sich in den vergangenen Jahren diesen Sondermüll an ihr Haus geklebt.
    Sollten diese in den kommenden Jahren mit ihrer Dämmung Probleme bekommen (Mäusefraß, etc.)werden sie die Dämmung teuer als Sondermüll entsorgen können.Der Industrie ist das HBCD Problem schon Läger bekannt. Verkaufte aber ohne Warnung lustig weiter.

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    • als weiter so
      04.03.2015 um 18:07

      ach ne, die mäuse müssten doch nach deiner meinung alle sterben. habe selber eine 10 jahr alte styropordämmung und habe teilweise im erdbereich mäuse und im dachstuhl siebenschläfer. die vermehren sich und verrecken nicht! das flammschutzmittel ist fest im polymer verankert. du solltest deine selbst zusammengeschusterten wahrheiten weis gott für dich behalten. bei soviel inkompetenz wird mir schlecht. warum fallen alle nur auf die bauernfänger medien firmen werbung politik usw. rein? habt ihr keine eigene meinung mehr, prüft und überlegt ihr nicht mehr? müsst ihr den schrott als anderer als euern eigenen ausgeben?

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  3. Bauherrchen
    15.04.2013 um 19:39

    „Wenn Polystyrol brennt, dann lodert es nicht, sondern es schwelt großflächig, schmilzt und tropft in großer Breite von der Fassade“, erläutert Bausachverständiger Stewen

    in: Auch der VPB gibt ein Statement ab zur Brandgefahr von WDVS aus Polystyrol

    http://www.derbausv.de/news.jsp?id=305

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  4. E. Schröfl
    30.01.2012 um 09:49

    Zitat: Kann eine Dämmung mit Styropor-Platten zu einer Brandkatastrophe führen? NDR-Reporter gingen dieser Frage nach und zogen ein erschreckendes Resümee:

    http://mein-bau.com/13755/gefahr-durch-daemmung-mit-styropor-platten/#comment-3522

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  5. 13.12.2011 um 13:17

    Nichts ist ehrlicher als die Praxis.
    Das zeigt auch ein Brandversuch, den Hr. Liczewski von Knauf (Knauf Gips KG, Leitung Markt-Management Putz und Fassaden-Systeme) anlässlich des Holzbautages 2011 bei der Baywa vorstellte. Man muss sich vom Titel „Putz auf Holz Ausführungsvarianten, Erfahrungen“ nicht verunsichern lassen. Auf den Seiten (Folien) 3 und 4 werden unter der Überschrift „Brandverhalten“ die unterschiedlichen Materialreaktionen demonstriert. Im Vergleich: WDVS mit Polystyrol und Holzweichfaser.

    http://www.baywa.de/fileadmin/media/relaunch/Downloads/.DE/Bauen_Garten/Veranstaltungen_Aktuell/liczewski.pdf

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  6. 13.12.2011 um 12:44

    Neben der dena wurde auch das DIBt dazu gebracht, eine Stellungnahme abzusondern. Auch hier gilt: keine Sorge, alles bestens. Keine Brandgefahr – und an den bestehenden Testverfahren wird nichts geändert. Neben dem IVH, der u.a. zusammen mit dem Fachverband WDVS eine wohlmeinende Richtigstellung am 01.12.2011 an die ARD c/o WDR geschickt hat, ist natürlich auch der FV WDVS rührig geworden. Man kennt die abgenutzten Plattitüden:

    „Mit einem WDVS schützen Hausbesitzer für Jahrzehnte ihr Eigentum und sparen teure Heizenergie. Langzeitstudien u.a. vom Fraunhofer Institut bestätigen eine Lebensdauer der Systeme zwischen 40 und 50 Jahren.

    Medienberichte der jüngeren Vergangenheit, die WDVS in ein negatives Licht zu rücken versuchen, verkennen diese Erfahrungen. Der Verband nimmt diese Hinweise dennoch sehr ernst und kann auf jedes der Argumente mit umfangreichen Erfahrungen, Forschungsergebnissen oder Fachgutachten antworten.

    Insbesondere hinsichtlich des Themas Brand besteht in der Branche eine absolute Nulltoleranz. Durch Produktentwicklungen, umfangreiche Tests, Verarbeitungsleitlinien und die Ausbildung von Fachunternehmen arbeitet die Branche seit Jahrzehnten intensiv an der Sicherstellung der maxima-len Sicherheit für Leib und Leben. Mit intensiven Forschungsaktivitäten wird die weitere Optimierung von Dauerhaftigkeit, technischer Sicherheit und Umweltfreundlichkeit der Systeme sichergestellt.“

    Sonst noch Fragen?

    Man muss nur ganz fest daran glauben. Dann wird das schon.
    Den Rest besorgt die Propaganda alter Schule.

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  1. 05.06.2014 um 19:43
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  8. 26.01.2012 um 08:57

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