Startseite > Bauphysik, Bausachverständiger, EnEV, Praxis > „Solare Erträge opaker Bauteile“ als offene PDF

„Solare Erträge opaker Bauteile“ als offene PDF

Die Sonne bringt es an den Tag: die Wärmeschutz DIN 4108 taugt nix.

Studie über den Einfluss der solaren Erträge über die Außenwände auf den Energiehaushalt eines Wohngebäudes

Solare Gewinne bedeuten, man gewinnt Energie von der Sonne, die mildernd in die Energiebilanz einfließt. Solare Gewinne in Wohngebäuden bedeuten, man gewinnt Energie von der Sonne über die Fenster. Geschieht dies während der Heizperiode, ist weniger Energie für die Heizwärme aufzuwenden.

Fenster sind transparente Bauteile, sie lassen Licht hindurch. Licht ist der sichtbare Teil des elektromagnetischen Spektrums, den der Mensch zum Sehen nutzt, indem seine Rezeptoren im Auge auf eben diese Frequenzen reagieren (VIS = visible = ca. 380 bis 780 nm). Die anderen Frequenzen sind für den Menschen unsichtbar: UV Strahlung, IR Strahlung usw.

Die Sonne strahlt kurzwellige Strahlung ab, die durch die Fensterscheiben nach innen gelangt und den Raum erwärmt. Angestrahlte Gegenstände absorbieren diese kurzwellige Strahlung, sie werden wärmer und geben langwellige Strahlung ab, die Wärmestrahlung (MIR = mittleres Infrarot = ca. 3…50 m). Es wird wärmer im Raum und somit muss weniger geheizt werden.

Die Energiemenge, welche auf diesem Wege gewonnen wird, lässt sich berechnen: „Phi“S = I ● AS, wobei I die Strahlungsintensität der solaren Einstrahlung ist und AS die effektive Kollektorfläche. Einflussfaktoren sind Verschattung, Sonnenschutzvorrichtungen, der Rahmenanteil und der g-Wert als Durchlassgrad in Abhängigkeit von der Verglasung.

Opake Bauteile sind nicht transparente Bauteile wie z.B. die Außenwand. Solare Gewinne bedeuten hier, man gewinnt Energie von der Sonne, die jedoch für die Energiebilanz des Gebäudes keine Rolle spielt – zumindest, wenn man der Propaganda sowie den Berechnungsverfahren nach Norm bzw. EnEV Glauben schenkt.

„Wenn solare Gewinne und langwellige Abstrahlung der Bauteile berechnet werden soll, so ist diese Option zu aktivieren. Der Einfluss ist in der Regel gering, genaue Angaben zu den Oberflächen der Bauteile liegen oft nicht vor.“ weiß z.B. ein Softwarehersteller zu berichten. Das ist nur ein Beispiel von zahllosen dafür, dass die Auffassung, dass die solaren Gewinne über opake Bauteile keine Rolle spielen sollen, ungeprüft übernommen wird.

Es gibt eine Reihe von Fachleuten, die diese Auffassung für falsch und nicht wissenschaftlich belegt halten. Es gibt auch genügend Hinweise in der Literatur, die diese Lehrmeinung anhand jahrzehntelanger praktischer Erfahrungen in Frage stellen. Der Artikel befasst sich sowohl mit den Berechnungsverfahren nach Norm als auch mit alternativen Betrachtungen zum Thema und folgt damit Bestehendem.

Der Artikel vermittelt ein umfangreiches Grundlagenwissen, er enthält zahlreiche Quellen- und Literaturangaben, Formeln und Abbildungen. Die Komplexität und Tiefe der Behandlung dieses speziellen Themas stellt in dieser Form ein Novum dar.

verfasst von
Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann
Ingenieurbüro DIMaGB, Berlin
Berlin im April 2009 (und immer noch aktuell)

Nun als offene PDF (Kopieren zulässig) im Download.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: