Startseite > Energieversorgung > Ölversorgung ist auf Jahrzehnte gesichert

Ölversorgung ist auf Jahrzehnte gesichert

Ölreserven und Reichweite
Erdölversorgung ist auf Jahrzehnte gesichert

Erdöl wird auch in den nächsten Jahrzehnten ausreichend zur Verfügung stehen. Dafür sprechen global bestätigte Erdölreserven auf Rekordniveau. In ihrer jüngsten Bestandsaufahme weist die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 228 Milliarden Tonnen als bestätigte Ölreserven aus. Hinzu kommen weitere 410 Milliarden Tonnen als Ressourcen. Die Daten der BGR beziehen sich auf den Stand zum Jahresanfang 2010. Seitdem haben sich die Reserven durch Neufunde und Neuerschließungen weiter erhöht.

Reserven sind Ölvorkommen, die bereits durch Bohrungen bestätigt und mit heutiger Technik wirtschaftlich gefördert werden können. Zu den Ressourcen zählen geologisch bekannte, aber noch nicht durch Bohrung bestätigte Vorkommen an konventionellen Ölen sowie die Lagerstätten unkonventioneller Öle wie Schwerstöl, Ölsande und Ölschiefer, die mit vorhandener Technik noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind.

Reserven und Reichweiten sind variable Größen

Auf der Basis des aktuellen weltweiten Verbrauches reichen die derzeit sicheren Ölreserven für die nächsten 57 Jahre, ohne dass neue Quellen erschlossen werden müssten. Doch diese Ölreichweite darf nicht mit einer Tankreichweite verwechselt werden. Sie gibt nur eine Momentaufnahme wieder. Ölreichweite und Ölreserven sind variable Größen, die keine Prognose über einen Zeitpunkt zulassen, an dem das Erdöl zur Neige geht. Für zuverlässige Voraussagen müssen dynamische Faktoren, insbesondere der technische Fortschritt, die Erschließung neuer Felder und die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt werden. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die gesicherten Erdölreserven regelmäßig erhöht, obwohl auch der weltweite Ölverbrauch kontinuierlich anstieg. 1940 beispielsweise lagen die Reserven bei sechs Mrd. Tonnen, 1980 betrugen sie 88 Mrd. Tonnen, und zur Jahrtausendwende registrierte die internationale Mineralölwirtschaft 140 Mrd. Tonnen Reserven.

Neue Explorations- und Produktionstechnologien haben maßgeblichen Anteil am Anstieg der gesicherten Reserven. Sie machen die Gewinnung von Erdöl auch in schwerer zugänglichen Lagerstätten zu wirtschaftlichen Bedingungen möglich. Zudem wird die Suche nach neuen Vorkommen durch weiterentwickelte Verfahren verbessert. Heute bringt jede zweite Probebohrung einen Fund. Vor etwa 30 Jahren lag dieses Verhältnis noch bei zehn zu eins.

Die Auswirkung solcher Technologiesprünge zeigt sich auch am Beispiel der Fördermengen, die aus einer erschlossenen Lagerstätte gewonnen werden können. Mithilfe neuer Verfahren kann die Ausschöpfung eines Ölfeldes mittlerweile auf mehr als 60 Prozent erhöht werden. Künftige Verfahren versprechen weitere Verbesserungen. In der Vergangenheit lag dieser so genannte Entölungsgrad bei durchschnittlich 35 Prozent.

Ressourcen werden zu Reserven

Neue Technologien ermöglichen zunehmend auch die wirtschaftliche Förderung unkonventioneller Öle, die bis dato unter Ressourcen geführt wurden. Das zeigt, wie fließend der Übergang von Ressourcen zu Reserven ist. Und welche Potenziale die heutigen Ressourcen für eine langfristige Versorgung mit Öl ausmachen. Für das Jahr 2035 schätzt die BGR, dass rund zehn Prozent der Gesamtölproduktion aus unkonventionellen Ölen stammen wird.

Ein Mangel an Erdöl oder eine Verknappung, wie sie beispielsweise die Verfechter der Peak Oil-These seit Jahrzehnten immer wieder voraussagen, ist auf absehbare Zeit also nicht zu erwarten. In der Vergangenheit haben sich derartige Prognosen immer wieder als falsch erwiesen. Nicht zuletzt deshalb, weil die tatsächlich vorhandenen Erdölmengen gar nicht bekannt sind.

Denn nicht nur technische Verbesserungen sorgen für den Anstieg der Erdölreserven. Es werden auch immer wieder neue, zum Teil sehr große Vorkommen entdeckt. Jüngste Beispiele sind große Felder im Süd-Atlantik vor der Küste Brasiliens. Und selbst aus der Nordsee, die aus geologischer Sicht als weitgehend erforscht gilt, wurde in diesem Jahr der größten Neufund seit Mitte der achtziger Jahre gemeldet.

Reserven sind Ölvorkommen, die durch Bohrungen bestätigt und mit heutiger Technik wirtschaftlich förderbar sind.

Ressourcen sind geologisch bekannte, aber noch nicht durch Bohrung bestätigte Reserven konventioneller Öle sowie unkonventionelle Vorkommen in Ölsanden, Schwerstöl und Ölschiefer, die mit vorhandener Technik noch nicht wirtschaftlich gewonnen werden können.

Peak Oil bezeichnet den Punkt, an dem das Fördermaximum eines Ölfeldes erreicht ist. Eine Ableitung auf das globale Produktionsmaximum ist wissenschaftlich umstritten.

IWO, 2011

Erdöl wird auch in den nächsten Jahrzehnten ausreichend zur Verfügung stehen. Dafür sprechen global bestätigte Erdölreserven auf Rekordniveau. Grafik: IWO

Seit Beginn der industriellen Ölförderung wurden bis zum Jahresende 2010 rund 163 Mrd. Tonnen Erdöl gefördert, davon 132 Mrd. Tonnen im Zeitraum zwischen 1970 und 2010. Auf der Basis des aktuellen Verbrauchs würden die derzeit gesicherten Reserven den Bedarf für die nächsten 57 Jahre decken. Frafik: IWO

Institut für Wärme und Oeltechnik e.V.
IWO-Pressedienst Nr. 179, November 2011

  1. 17.11.2011 um 15:17

    Statement für die Presse
    Hildegard Müller zum heutigen Bericht der Bundesnetzagentur zur

    Versorgungssicherheit mit Strom und Gas

    Berlin, 17. November 2011 – „Der heutige Bericht der Bundesnetzagentur zur Versorgungszuverlässigkeit mit Strom und Gas zeigt erneut auf: Deutschland hat die zuverlässigste Stromversorgung in Europa. Die deutschen Energieversorgungsunternehmen tun alles dafür, jeden Tag, rund um die Uhr, diesen hohen Standard zu halten. Denn die sichere Versorgung mit Strom und Gas ist nicht nur für die privaten Verbraucher wichtig, sondern auch ein wesentlicher Garant dafür, den Erfolg unseres Industriestandortes auch in Zukunft zu gewährleisten. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, dass sowohl der Gesetzgeber als auch die Regulierungsbehörde die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, damit dies auch so bleibt. Versorgungssicherheit muss eines der zentralen energiepolitischen Ziele in Deutschland bleiben. Deshalb sollte die Regulierung die richtigen Investitionsanreize für den Netzausbau setzen. Er ist die entscheidende Determinante dafür, dass die Integration der Erneuerbaren Energien und damit die Energiewende in Deutschland gelingt.“

    Zum Hintergrund: Die Bundesnetzagentur hat heute den SAIDI-(System Average Interruption Duration Index)-Wert für 2010 veröffentlicht, der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenem Letztverbraucher angibt. Dieser Wert liegt danach beim Strom für das Jahr 2010 bei 14,90 Minuten und somit auf dem Niveau von 2009 (14,63 Minuten). Für Gas beträgt der Wert 1,25 Minuten (gegenüber 1,88 Minuten für das Jahr 2009).

    BDEW
    17.11.2011

    Liken

  2. Ole
    15.11.2011 um 10:13

    Hey, ich bin mal so frei und poste mal was im Blog. Sieht schick aus! Ich beschaeftige mich auch seit kurzem mit WordPress einige Sachen sind mit aber noch fremd. Dein Blog ist mir da immer eine grosse Anregung. Weiter so!

    Liken

  1. 09.03.2016 um 06:00
  2. 15.03.2015 um 06:04
  3. 03.11.2014 um 18:40
  4. 03.11.2014 um 18:38

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: