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Eigenheimbau: billisch – willisch

Von wegen Baupreisindex

Wege zum günstigen Eigenheimbau

Neue Einfamilienhäuser nicht teurer als 1995 – Reihenhäuser teils unter 1.000 Euro pro Quadratmeter – Eigenheime in neuen Ländern kosten 50.000 Euro weniger

BERLIN – Bauherren von Einfamilienhäusern in Deutschland haben im Jahre 2009 Baukosten von 1.330 Euro pro Quadratmeter eingeplant – fast exakt denselben Ansatz wie Mitte der 90er Jahre. Wie eine Auswertung der Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch LBS Research ergibt, ist der aktuelle Kostenvorsprung der neuen Länder nach wie vor erheblich: Während der Quadratmeter im Osten im Schnitt 1.122 Euro kostete, lag er in den alten Ländern bei 1.400 Euro. Speziell mit Reihenhäusern lassen sich im Westen wie im Osten im Vergleich zu frei stehenden Immobilien pro Quadratmeter im Schnitt Einsparungen von einem Fünftel realisieren (vgl. Grafik).

Werte von 900 Euro pro Quadratmeter wie bei Reihenhäusern machen nach Auskunft der LBS-Experten deutlich, dass vor allem in den neuen Bundesländern nach wie vor gute Möglichkeiten bestehen, mit kosten- und flächensparenden Bauformen die Schwelle zum Bau eigener vier Wände zu senken. Auch bei Doppelhäusern werde hier die Marke von 1.000 Euro vielfach kaum überschritten. Hinzu komme noch, dass die Wohnflächen in diesen Objekten niedriger seien. Deshalb lägen die gesamten Baukosten für Reihenhäuser und Doppelhaushälften in den neuen Ländern im Durchschnitt bei weniger als 120.000 Euro, während sie bei frei stehenden Objekten bei 150.000 Euro lägen.

Offensichtlich spielen nach Auskunft von LBS Research die Baukosten bei der Auswahl der Gebäudeform nicht unbedingt die entscheidende Rolle. Denn in den neuen Ländern entstehen mittlerweile 88 Prozent der neuen Eigenheime als frei stehende Objekte, während dieser Anteil 1995 noch bei 69 Prozent lag. Nicht ganz so ausgeprägt, aber in der Tendenz ähnlich ist die Entwicklung in den alten Ländern, wo 2009 immerhin noch 30 Prozent der Eigenheime als Doppel- und Reihenhäuser entstanden (nach 35 Prozent im Jahre 1995). Gerade hier wird deutlich, dass vor allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen mit knappem und teurem Grundstücksangebot die Reihenhäuser – zusammen mit Wohneigentum auf der Etage – eine kostengünstige Alternative für den Wohneigentumserwerb darstellen.

Der Trend zu mehr Qualität zeigt sich nach Einschätzung der LBS-Experten nicht nur beim Zug ins frei stehende Eigenheim, sondern auch an den gestiegenen Wohnflächen bei allen Objekttypen. Am stärksten ist dies sogar bei den Reihenhäusern zu beobachten, wo in Ost und West gleichermaßen die Marke von 125 Quadratmetern überschritten wird. Insgesamt bleibt die Wohnfläche von neuen Eigenheimen, dominiert von den frei stehenden Häusern, im Durchschnitt in den neuen Ländern mit 130 Quadratmetern um 12 Prozent hinter dem westdeutschen Wert (148 Quadratmeter) zurück. Für ein ostdeutsches Eigenheim liegen die veranschlagten Baukosten im Schnitt unter 150.000 Euro, während das westdeutsche knapp über 200.000 Euro liegt, also über ein Drittel höher.

Dass die günstige Preissituation sich allmählich dem Ende zuneigt, schließt LBS Research aus den neusten Informationen der Baupreisstatistik. So sei der Baukostenindex 2010 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liege im Mai 2011 bereits 2,7 Prozent über dem Vorjahrsniveau. Immerhin, so die Experten, bleibe bemerkenswert, dass die Bauherren und Planer offenbar intensiv auf Maßnahmen zur Kostensenkung dringen. Anders sei nicht zu erklären, dass insbesondere die im Vergleich zu Mitte der 90er Jahre noch einmal deutlich gesteigerte energetische Qualität im Neubau (in vielen Fällen sogar deutlich über den verschärften gesetzlichen Anforderungen) bislang so gut wie gar nicht „in die Preise gegangen“ seien.

Bildunterschridt i.O.: Auch im Jahr 2009 realisierten Bauherren ihre eigenen vier Wände immer noch kostengünstig. Der Kostenvorsprung bei Doppel- und Reihenhäusern in den neuen Bundesländern ist dabei am größten. Quadratmeterpreise von 1.000 Euro sind hier relativ leicht realisierbar.

LBS
Wohnungsmarkt
01.08.2011

 Immobilien-Preisspiegel für 660 Städte

LBS-Heft „Markt für Wohnimmobilien 2011“ neu erschienen – Kurzanalysen zu Teilmärkten und Einflussfaktoren

BERLIN – Wie hoch sind die Baulandpreise in München, Moers oder Moormerland? Was kosten gebrauchte Einfamilienhäuser im Vergleich zu neuen? Bleibt der Wohnungsmarkt in Deutschland bis auf weiteres entspannt oder drohen bald neue Miet- und Preissteigerungen? Und wie haben sich die Finanzierungskonditionen entwickelt? Orientierung bei diesen und vielen weiteren Fragen bietet die Publikation „Markt für Wohnimmobilien 2011“, die jetzt von den Landesbausparkassen (LBS) herausgegeben wurde.

Die Broschüre ist konzipiert für den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Zahlen zum Wohnungsmarkt. Sie enthält neben kurzen Analysen der Teilmärkte für Eigenheime, Eigentumswohnungen und Bauland auch aktuelle Daten zur Bautätigkeit, zum Wohnungs- und Vermögensbestand sowie zur Wohneigentumsbildung. Grafisch aufbereitet und mit kurzen Erläuterungstexten versehen sind außerdem die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen, etwa die Entwicklung von Einkommen und Sparquote sowie Baupreisen und Mieten.

Am Heftende befindet sich der LBS-Immobilien-Preisspiegel für 660 Städte, darunter 80 Großstädte. Die Faltblätter geben einen Überblick über die Marktlage im Neubau und Bestand, wobei jeweils Preisspannen und der am häufigsten anzutreffende Kaufpreis angegeben sind. Basis sowohl für den Preisspiegel als auch für die Einschätzungen zur weiteren Entwicklung ist auch 2011 die traditionelle Frühjahrsumfrage der Landesbausparkassen unter 600 Immobilienvermittlern von LBS und Sparkassen.

Die Immobiliengesellschaften der Landesbausparkassen (LBS-I) sind mit einem Umsatz von über 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2010 die größte geschlossene Gruppe gewerblicher Wohnimmobilienvermittler in Deutschland. Ihre Einschätzungen sind zu einem wichtigen Indikator für die künftige Entwicklung auf dem Wohnungs- und Baulandmarkt geworden.

Das kleine Nachschlagewerk (Titel: „Markt für Wohnimmobilien 2011 – Daten, Fakten, Trends“) kann kostenlos bestellt werden bei:

LBS-Versandservice
Stichwort: „Immobilienmarkt 2011“
Werner-von-Siemens-Straße 13
53340 Meckenheim

Bestellungen sind unter Angabe des Stichworts „Immobilienmarkt 2011“ auch per Fax oder E-Mail möglich:

Fax: 02225/8893-595
E-Mail: lbs@druckcenter.de

Die Bezugsadresse im Internet lautet:
http://www.lbs.de/publikationen

26.07.2011

  1. 15.08.2011 um 19:46

    10.08.2011
    Aufwind für Hauskäufe, Neubau, Preise

    LBS-I im ersten Halbjahr 2011 mit 15.600 verkauften Objekten – Größtes Plus bei Eigenheimen – Baugenehmigungen bis Mai um über 30 Prozent gewachsen
    BERLIN – Positive Wirtschaftsdaten sowie noch günstige, langsam steigende Immobilienpreise und niedrige Zinsen beflügeln nach Auskunft der LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) die Wohnungsnachfrage. Wie die größte Maklergruppe Deutschlands berichtet, stieg ihr Vermittlungsergebnis im ersten Halbjahr 2011 auf 15.600 Objekte (plus 5 Prozent) mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro (plus 7 Prozent). „Im Fokus stehen unverändert Eigenheime“, erläuterte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Zudem sei Bauland verstärkt gefragt – kein Wunder, denn der Anstieg der Baugenehmigungen um 32 Prozent in den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 signalisiere einen klaren Neubautrend.

    Die Vermittlungsergebnisse bis zur Jahresmitte bestätigen, dass die Interessenten zurzeit noch von einem breiten Angebot preisgünstiger Gebrauchtobjekte profitieren. Neun von zehn der von den LBS-I vermittelten Eigenheime und Eigentumswohnungen sind Bestandsimmobilien. Allerdings sind nach Hamms Worten in den meisten Bereichen Preissteigerungen zu beobachten. So hätten gebrauchte Eigenheime im Durchschnitt mit rund 152.000 Euro etwas mehr als im Vorjahr gekostet. Neubauten seien mit rund 280.000 Euro bereits deutlich teurer geworden. Bei Eigentumswohnungen ist nach Hamms Worten der Kostenvorteil von Gebrauchtimmobilien (97.000 Euro) gegenüber Neubauten (205.000 Euro) noch höher. In beiden Teilbereichen seien die Objekte 2011 im Schnitt 4 Prozent teurer gewesen als im gleichen Vorjahreszeitraum.

    Die wieder deutlich gewachsenen Verkaufszahlen von Baugrundstücken machen für den LBS-Sprecher deutlich, dass sich jetzt auch der Neubau immer stärker von seiner Talsohle entfernt. „90.000 Baugenehmigungen von Januar bis Mai 2011 – ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – sind ein ganz starkes Lebenszeichen für den deutschen Wohnungsbau“, so Hamm.

    Für die Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen spricht alles dafür, dass sich ein gesunder Aufwärtstrend fortsetzt. Obwohl sich in einigen Zentren bereits Engpässe mit Preissteigerungen andeuteten, zeichne sich der deutsche Immobilienmarkt nach wie vor durch günstige Immobilienpreise bei günstigen Finanzierungsbedingungen aus. „Auch wenn auf die Käufer von Gebrauchtimmobilien häufig noch Modernisierungsaufwand hinzukommt, bewegen sich die monatlichen Belastungen meist im Rahmen einer Miete für vergleichbare Wohnungen“, so Hamm. Zudem erleichtere der Staat die finanzielle Belastung bei der Wohneigentumsbildung mit dem Wohn-Riester. „Zulagen und Steuervergünstigungen lassen nämlich – und zwar ohne Einkommensgrenzen – über die Jahre hohe fünfstellige Förderbeiträge zusammenkommen.“

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  1. 26.08.2011 um 17:38

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