Startseite > Baupraxis, DIN, Normen, Passivhaus > Passive Schüler in Passivhaus-Schule

Passive Schüler in Passivhaus-Schule

Gut geplant, funktioniert aber nicht.

Unter dem Titel „Dicke Luft im SeeCampus in Schwarzheide“ berichtet die gute alte Lauseschau über das erste gründlich (und natürlich teuer: 23 Mio. €) danebengegangene Passivhaus-Experiment am lebenden Schüler.

Der SeeCampus Niederlausitz ist demnach „die erste vollständige Passivhausschule Deutschlands“, luftdicht und mit „ausgezeichneter Wärmedämmung“. Der herbeigerechnete Traumwert bei Heizwärme soll bei 15 kWh/m²a liegen. [Kommentar: mit Faktor kommt man vom Heizwärmebedarf zum Endenergiebedarf und dann mit politischen Spinnifax-Faktoren zum Primärenergiebedarf]

Weiter zur Theorie: Im Winter würde nur die Zuluft nachgeheizt, im Sommer sollen Nachtauskühlung und „ein umfangreicher Sonnenschutz“ für ein erträgliches bis angenehmes Klima sorgen. Eine Klimaanlage sei entbehrlich. [Anstelle „Theorie“ dürfen Sie wahlweise auch „Wunschträume“ oder „Schönrechnereiergebnisse“ einsetzen].

Die praktischen Ergebnisse
nach Recherchen der oben genannten Quelle:

• Die Belüftung soll eine Katastrophe sein, die Räume überhitzt und schlecht belüftet.
• Es herrsche extremer Frischluft- und Sauerstoffmangel an heißen Tagen.
• Die Luft sei heiß und trocken.
• Die Schüler und Lehrer litten unter Müdigkeit und Kopfschmerzen.
•  Dazu kommen Kreislaufprobleme.

Bauherr und Baubehörde sei der Landkreis, der sich also diesen Experimental-Bau selbst genehmigt hat. Insofern muss sich keiner wundern, dass die Zustände heruntergespielt würden. Wenn die Projektleiterin vortrage, dass „alle derzeit auf dem Stand der Technik vorhandenen technischen Möglichkeiten … beim Bau des 23 Millionen Euro teuren Gebäudes SeeCampus ausgeschöpft worden“ seien, darf man angesichts dieser Zustände – die sich wohl niemand ausgedacht haben wird – vermuten, dass der so genannte Stand der Technik ein gewaltiger Murks ist.

Wenn das Ergebnis ein unbrauchbares Gebäude ist, durch dessen Aufenthalt die Nutzer Schaden an ihrer Gesundheit erleiden, ist dieser so genannte Stand der Technik abzulehnen und durch die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu ersetzen.

Soll man glauben, dass das „komplexe und von vielen Faktoren abhängige System“ sorgfältig und vorausschauend geplant worden sei? Dass Schulen mitunter groß sind und man von „unterschiedlichen Bedarfen der Nutze“ ausgehen muss, ist nichts wirklich Neues.

Dass der EnEV-Hokuspokus schon weit von der Realität entfernt liegt, ist nur im Zustand selektiver Wahrnehmung zu übersehen. Hauser hat das im Januar 2003 ganz klar herausgearbeitet und publiziert. Da aber die U-Wert-Träumereien noch nicht genügen, Geld zu verpulvern, müssen kostspielige Passivhaus-Experimente auf der Grundlage des In-sich-Beweises ( 3 x 4 = 9 denn 9 : 3 = 4 ) eine Steigerung herbeiführen.

Bei diesem Projekt ist davon auszugehen, dass die „sorgfältige und vorausschauende“ Planung für dieses „komplexe und von vielen Faktoren abhängige System“ auf der Grundlage der ins Gerede gekommen DIN V (V = Vornorm) 18599 erfolgte. Im Dezember 2010 hatte die KfW dieses Machwerk als untauglich erklärt („Energiebilanzen nach DIN 18599 von der KfW nicht mehr akzeptiert“ hieß es damals), dann war das Geschrei der „Gütegemeinschaft 18599“ groß, es wurde dementiert und relativiert, dann wurde eine komplette Überarbeitung der Vornorm in Angriff genommen. Noch bevor der neue Murks veröffentlicht wurde (avisiert ist der Herbst 2011) hat die KfW ihre Bedenken zurückgezogen. Der Druck der verärgerten Industriekreise auf Bund und Länder (deren Bank die KfW ist) muss wohl zu stark geworden sein.

weiter mit Teil 2

***

Thema bezogene Artikel,
die Ihnen zu tieferen (Er-)Kenntnissen verhelfen
(aus der Rubrik „Was Sie schon immer wissen wollten“):

Passivhaus-Spinnerei verteuert Wohnungsbau um bis zu 30% 

Vornormen zur Geldbeschaffung

DAI warnt vor unwirtschaftlicher Sanierung

KfW bestätigt: DIN V 18599 taugt nix

Zauberhafte Energiebedarfsberechnungen

Energieverbrauch und Energieeinsparung – eine Frage der Darstellung

Tauwasser und Sorption, Wärme und Feuchte, Vornormen und Vorbehalte

Pseudo-Religionen

Normen zum Wärmeschutz von Gebäuden

Neues aus der Normenküche

Und hier einiges aus dem Kontrastprogramm:

Berliner Architekt entlarvt EnEV Falschrechnerei

„Es ist bekannt, dass Gesetze unter dem Druck von Lobbyisten verfasst, wenn nicht gar von diesen selbst ausgearbeitet werden. Dies hat auch in der Bauwirtschaft weit reichende Folgen, nicht nur auf den Geldbeutel des Verbrauchers, sondern auch zunehmend auf seine Gesundheit wie zahlreiche Studien zum „Sick-Building-Syndrom“ moderner Gebäude belegen.

Seit Jahrzehnten haben Baufachleute auf die vorhandenen Missstände aufmerksam gemacht, ohne dass sie sich Gehör verschaffen und gegen die Interessen der Bau- und Dämmstoffindustrie durchsetzen konnten. …“

FEWB, Aufgaben und Ziele: Gesetze / Normen

  1. Ein Schüler
    11.09.2013 um 11:15

    Umweltbundesamt | Pressemitteilung 36/2013

    Nichts für Kindernasen: Dicke Luft in Schul- und Wohnräumen
    Bundesbehörden veröffentlichen umfangreichen Ratgeber zur Kindergesundheit

    „Dicke Luft“ in Schulen kann sich direkt auf die Kindergesundheit auswirken. Jetzt am Schulanfang, nachdem Schulgebäude saniert oder renoviert wurden, kann es zu chemischen Belastungen in den Schulräumen kommen. Da sich in Schulen und Kindereinrichtungen viele Menschen auf engem Raum aufhalten, kann zudem die Konzentration an Kohlendioxid schnell ansteigen. Lüften ist deshalb besonders wichtig. Kinder reagieren oft empfindlicher gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen als Erwachsene. Obwohl eine Reihe von Chemikalien für Spielzeug verboten wurden, kann die Konzentration problematischer Stoffe im Hausstaub oder der Raumluft, die zum Teil aus Alltagsgegenständen stammen, nach wie vor hoch sein. Das zeigt sich besonders in Schul- und Kinderzimmern, in denen häufig hohe Belastungen mit unerwünschten Stoffen auftreten. Darüber informieren die Autorinnen und Autoren des Ratgebers „Umwelt und Kindergesundheit – gesünder groß werden“, der von vier Bundesbehörden kostenlos herausgegeben wird: dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Umweltbundesamt (UBA). Neben zahlreichen Tipps für gesunde Innenräume enthält der Ratgeber viele praktische Informationen zu umweltbedingten Kindererkrankungen oder zur Gesundheitsvorsorge bei Kindern, z.B. zu sicheren Kindermöbeln und -sitzen oder zum Umgang mit elektromagnetischer Strahlung aus Babyphonen und Telefonen.

    Kinder und Jugendliche verbringen häufig mehr als 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Der Eltern-Ratgeber „Umwelt und Kindergesundheit – gesünder groß werden“ widmet sich daher der Lebensqualität von Kindern in Innenräumen, unter anderem in Schulen. Denn je nach Altersstufe und Schulform halten sich Kinder bis zu acht Stunden – bei Hortbetreuung auch länger – in Schulräumen auf. Diese fallen aber immer wieder durch zu hohe Konzentrationen an Kohlendioxid und Feinstäuben auf. Insbesondere nach Renovierungen können zudem aus Bauprodukten oder neuen Einrichtungsgegenständen unerwünschte Stoffe austreten. In älteren Schulgebäuden oder solchen mit baulichen Mängeln kann es zu Schimmelbelastungen kommen. Durch schlechte Luft können Kinder müde werden und Kopfschmerzen bekommen. Das beeinträchtigt ihre Konzentration und somit ihren Lernerfolg. Regelmäßiges Stoßlüften, nicht nur während der Pausen, sondern auch während des Unterrichts, ist darum besonders wichtig. Gerade im Sommer reicht das Lüften in den Pausen nicht aus, weil der Luftaustausch zwischen Außen- und Innenbereichen wegen des geringen Temperaturunterschieds geringer ausfällt. Gesunde Atemluft ist für den Lernerfolg mindestens genauso wichtig, wie gute Ernährung und ausreichend Schlaf. Auch für Kinderzimmer gilt: regelmäßig Lüften. Von jeder Art von Duftsprays oder anderen Raumlufterfrischern rät das UBA dagegen ab. Solche Produkte bringen zusätzliche Chemikalien in die Raumluft und verschleiern eine mangelhafte Luftqualität.

    Worauf der Eltern-Ratgeber auch hinweist: Kinder verhalten sich anders als Erwachsene. Sie krabbeln und spielen häufig auf dem Boden, wodurch sie größeren Mengen an Schadstoffen ausgesetzt sein können als Erwachsene. Die Wahrscheinlichkeit, Schadstoffe aufzunehmen, kann sich zusätzlich erhöhen: durch den für Kinder typischen Hand-zu-Mund-Kontakt oder das Nuckeln an Gegenständen. Daran sollten Eltern speziell beim Einkauf von Kindersachen denken. So ist es bei neuen Spielsachen wichtig, auf deren Beschaffenheit zu achten. Produkte, die unangenehm riechen oder speziell beduftet sind, sollten gemieden werden. Gute Orientierung bei der Auswahl von Kindersachen bieten das GS-Siegel für Geprüfte Sicherheit und der Blaue Engel für umweltfreundliche und schadstoffarme Produkte. Ausführlich gehen die Autoren und Autorinnen darauf ein, worauf bei Wickeltischen, Badewannen oder Kinderhochsitzen geachtet werden soll. Darüber hinaus geben sie Tipps für den Wohnungsumzug mit Kleinkindern.

    Vorsorgen lässt sich auch bei Babyphon, WLAN-Router und Handy. Sie alle nutzen Funkwellen – sogenannte elektromagnetische Felder – für die Datenübertragung. Grenzwerte beschränken die Belastung. Doch Kinder könnten empfindlicher reagieren als Erwachsene. Und sie werden ihr Leben lang mit diesen Techniken umgehen. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät deswegen vorzusorgen und die Belastung so gering wie möglich zu halten. Wie das geht, ohne auf die Vorteile von Mobiltelefon und Babyphon zu verzichten, erklären die BfS-Fachleute in dem neuen Ratgeber. Schon bei Babyphonen gibt es große Unterschiede. Bei Produkten mit dem Blauen Engel ist die Strahlung geringer als bei anderen Geräten. Wichtig: der Abstand verringert die Belastung. Das Babyphon sollte also so weit wie möglich vom Kinderbett entfernt stehen. Ein weiterer Tipp: Modelle mit Akkus sind nicht nur praktischer, sondern auch strahlungsärmer als solche mit Netzteil.

    Handys sollten grundsätzlich aus dem Kinderzimmer verbannt werden. Sie sind kein geeignetes Spielzeug für Säuglinge und Kleinkinder. Denn die stärkste Belastung im Alltag ist meist das Handy, wenn seine Antenne sendet – auch für Erwachsene. Telefonieren sollten Kinder mit dem Handy nur, wenn nötig. Besser ist das altbekannte Festnetztelefon mit Kabel. Auch bei Schnurlostelefonen ist die Belastung deutlich niedriger als bei Handys. Beim Kauf kann man von vornherein auf strahlungsarme Handys und Schnurlostelefone achten. WLAN-Access-Points, WLAN-Router und Basisstationen von Schnurlostelefonen kommen am besten in den Flur oder einen anderen Raum, in dem man sich nicht dauernd aufhält. Schlaf- und Kinderzimmer sind dagegen nicht geeignet. WLAN-Router lassen sich abschalten, wenn man sie nicht benutzt. Besonders nachts ist das empfehlenswert.

    Weitere Informationen und Links

    Die Broschüre „Umwelt und Kindergesundheit – Gesünder groß werden“ entstand im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG), bei dem Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bundesinstitutionen in Forschungsprojekten sowie Informations- und Aufklärungsaktivitäten zusammen arbeiten. Sie kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4322.html

    Nähere Informationen zum Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit gibt es unter: http://www.apug.de
    Den Ratgeber „Schulen: Besser Lernen in gesunder Luft“ finden Sie unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/3837.html
    Das Faltblatt „Ein gesundes Zuhause für Kinder; Kleine Tipps – große Wirkung“ gibt es unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/3806.html
    Weitere Broschüren und Bildungsmaterialien zum Thema Kindergesundheit finden Sie unter: http://www.apug.de/kinder/index.htm

    Dessau-Roßlau, 11.09.2013

    Liken

  2. Anonymous
    18.07.2011 um 07:29

    Alles bestens geregelt:

    ***

    BGB

    § 631
    Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag

    (1) Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.

    (2) Gegenstand des Werkvertrags kann sowohl die Herstellung oder Veränderung einer Sache als auch ein anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg sein.

    § 633
    Sach- und Rechtsmangel

    (1) Der Unternehmer hat dem Besteller das Werk frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.

    (2) Das Werk ist frei von Sachmängeln, wenn es die vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist das Werk frei von Sachmängeln,

    1. wenn es sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte, sonst
    2. für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der Art des Werkes erwarten kann.
    Einem Sachmangel steht es gleich, wenn der Unternehmer ein anderes als das bestellte Werk oder das Werk in zu geringer Menge herstellt.

    (3) Das Werk ist frei von Rechtsmängeln, wenn Dritte in Bezug auf das Werk keine oder nur die im Vertrag übernommenen Rechte gegen den Besteller geltend machen können.

    § 634
    Rechte des Bestellers bei Mängeln

    Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,

    1. nach § 635 Nacherfüllung verlangen,
    2. nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen,
    3. nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 die Vergütung mindern und
    4. nach den §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

    ***

    Bauordnung Brandenburg

    § 3
    Allgemeine Anforderungen

    (1) Bauliche Anlagen, andere Anlagen und Einrichtungen im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 sowie ihre Teile sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass
    1. die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und Eigentum, nicht gefährdet werden,
    2. sie die allgemeinen Anforderungen ihrem Zweck entsprechend dauerhaft erfüllen und ohne
    Missstände benutzbar sind und
    3. die natürlichen Lebensgrundlagen geschont werden.
    (2) Bauprodukte und Bauarten dürfen nur verwendet werden, wenn die baulichen Anlagen unter Verwendung der Bauprodukte und bei ordnungsgemäßer Instandhaltung während einer ihrem Zweck entsprechenden, angemessenen Zeitdauer die Anforderungen dieses Gesetzes oder der Vorschriften aufgrund dieses Gesetzes erfüllen und gebrauchstauglich sind.

    § 11
    Standsicherheit, Schutz gegen schädliche Einflüsse

    (3) Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche oder tierische Schädlinge sowie andere chemische, physikalische oder biologische Einwirkungen keine Gefahren oder unzumutbare Belästigungen entstehen.

    § 40
    Aufenthaltsräume

    (2) Aufenthaltsräume müssen ausreichend mit Tageslicht beleuchtet und belüftet werden können. Das Rohbaumaß der Belichtungsöffnungen muss mindestens ein Achtel der Grundfläche des Raumes einschließlich der Grundfläche verglaster Vorbauten oder Loggien betragen; die Grundfläche von Vorbauten, die die Beleuchtung des Raumes mit Tageslicht beeinträchtigen, ist mit einzubeziehen.

    § 44
    Sonderbauten

    (1) Können durch die besondere Art oder Nutzung von baulichen Anlagen und Räumen (Sonderbauten) ihre Benutzer oder die Allgemeinheit gefährdet oder in unzumutbarer Weise belästigt werden, so können im Einzelfall zur Verwirklichung der allgemeinen Anforderungen nach § 3 Abs. 1 besondere Anforderungen gestellt werden. Erleichterungen können gestattet werden, soweit es der Einhaltung von Vorschriften wegen der besonderen Art oder Nutzung von baulichen Anlagen oder Räumen oder wegen besonderer Anforderungen nicht bedarf.

    (2) Sonderbauten sind insbesondere
    9. Schulen und Sportbauten

    § 46
    Grundsatz

    Bei der Errichtung, der Instandhaltung, der Änderung, der Nutzungsänderung oder der Beseitigung baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen sind der Bauherr und im Rahmen ihres Wirkungskreises die anderen am Bau Beteiligten dafür verantwortlich, dass die öffentlich-rechtlichen Vorschriften und die Anordnungen der Bauaufsichtsbehörden eingehalten werden. Die am Bau Beteiligten müssen ausreichend haftpflichtversichert sein.

    § 47
    Bauherr

    (1) Der Bauherr hat zur Vorbereitung, Überwachung und Ausführung eines genehmigungspflichtigen Bauvorhabens geeignete am Bau Beteiligte zu bestellen, die den Anforderungen der §§ 48 bis 50 entsprechen, soweit er nicht selbst diese Anforderungen erfüllt. Dies gilt entsprechend für die technisch schwierige Beseitigung baulicher Anlagen. Der Bauherr hat die nach den öffentlich-rechtlichen
    Vorschriften erforderlichen Anzeigen und Nachweise zu erbringen.

    § 52
    Aufgaben und Befugnisse der Bauaufsichtsbehörden

    (2) Die Bauaufsichtsbehörde hat bei der Errichtung, der Änderung, der Beseitigung, der Instandhaltung und der Nutzung baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen darüber zu wachen, dass die öffentlich-rechtlichen Vorschriften und die aufgrund dieser Vorschriften erlassenen Anordnungen eingehalten werden. Sie haben in Wahrnehmung dieser Aufgaben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen und die am Bau Beteiligten zu beraten.

    § 56
    Baugenehmigungsverfahren

    Bei genehmigungspflichtigen Anlagen prüft die Bauaufsichtsbehörde die Zulässigkeit nach
    1. den Vorschriften des Baugesetzbuchs,
    2. den Vorschriften dieses Gesetzes und aufgrund dieses Gesetzes,
    3. anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften, soweit diese für das Vorhaben beachtlich sind.

    ***

    Strafgesetzbuch

    § 223 Körperverletzung
    (1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.

    § 229 Fahrlässige Körperverletzung
    Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    § 340 Körperverletzung im Amt
    (1) Ein Amtsträger, der während der Ausübung seines Dienstes oder in Beziehung auf seinen Dienst eine Körperverletzung begeht oder begehen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    (3) Die §§ 224 bis 229 gelten für Straftaten nach Absatz 1 Satz 1 entsprechend.

    ***

    Aufsichtspflicht

    „Erforderlich ist schließlich eine präventive Aufsichtsführung. Die Aufsicht muß umsichtig und vorausschauend sein. Der Lehrer muß sich stets überlegen, ob durch die örtlichen oder zeitlichen Verhältnisse oder aus einem Verhalten der Schüler Gefahren entstehen können und wie er diese Gefahren abwenden kann.“

    Dr. Hellmuth Amberg
    Aufsichtspflicht und Haftung des Lehrers
    Februar 1983
    http://www.arge-hamburger-schullandheime.de/download/Aufsichtspflicht.pdf

    Liken

  3. 17.07.2011 um 19:23

    In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
    André Malraux

    Bauen ist Politik. EnEV ist Politik, nämlich Subventionspolitik vom Brutalsten. Von der Industrie vorgeschrieben, von der Regierung in eine Verordnung geschrieben, von den „Volksvertretern“ abgenickt.

    Liken

  4. Anonymous
    17.07.2011 um 19:18

    Der Irrtum wird nicht zur Wahrheit, nur weil er sich ausbreitet und Anklang findet….

    Liken

  1. 23.08.2016 um 06:00

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: