Startseite > Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit > Haus und Grund: Klimaschutz als Kostenfalle für Hauseigentümer

Haus und Grund: Klimaschutz als Kostenfalle für Hauseigentümer

(no comment)

Energieeffizienz braucht langfristig gültige Standards
Haus & Grund: Wohnraum kein Experimentierfeld für Klimapolitik

„Fortschritte bei der Energieeffizienz im Gebäudebestand wird es nur geben, wenn sich Eigentümer und Mieter an langfristig gültigen Standards orientieren können.“ Das sagte Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann anlässlich des heutigen Gesprächs der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Neuausrichtung der Energiepolitik.

In dem 6-Punkte-Papier der Minister Röttgen und Brüderle für eine beschleunigte Energiewende wird auch eine ambitionierte Erhöhung der Energiestandards von Gebäuden gefordert. „Eine weitere Verschärfung der energetischen Anforderungen im Gebäudebestand können vor dem Hintergrund des heute geltenden Miet- und Steuerrechts weder Hauseigentümer noch Mieter finanziell tragen. Daran würde auch die aktuell diskutierte Aufstockung der staatlichen Fördertöpfe auf zwei Milliarden Euro nichts ändern. Die geplanten Standards wären zu hoch“, gab Kornemann zu bedenken. Wohnraum eigne sich nicht als Experimentierfeld für die Klimapolitik.

In immer kürzeren Abständen immer mehr zu fordern, provoziere bei den Hauseigentümern eine Abwehrhaltung. Stattdessen sollten in den kommenden Jahrzehnten nach und nach die bereits heute sehr hohen Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 umgesetzt werden. „Nicht politischer Aktionismus, sondern langfristige Planungssicherheit ist die Voraussetzung dafür, dass Hauseigentümer und Mieter ihr Engagement beim Thema Energieeffizienz verstetigen“, sagte Kornemann abschließend.

PM 15.04.2011

Energiepolitik mit Realitätssinn neu ausrichten
Haus & Grund-Appell an Ramsauer

Anlässlich jüngst bekannt gewordener Eckpunkte des Bundesumweltministeriums (BMU) für eine neue Energiepolitik fordert die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund mehr Realitätssinn. „Knapp 25 Prozent der privaten Haushalte in Deutschland geben bereits über 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aus. Eine energetische Modernisierung nach BMU-Plänen führte in einigen Regionen zu einer Verdopplung der Kaltmieten. Das können sich die meisten Mieter nicht leisten“, erläutert Haus & Grund-Generalsekretär Andreas Stücke. Er appellierte an Bundesbauminister Ramsauer, in den Verhandlungen über ein neues Energiekonzept keine neuen Belastungen für Eigentümer und Mieter zu akzeptieren.

Haus & Grund begrüßt jüngste Äußerungen aus dem Bundesbauministerium sowie aus der FDP-Bundestagsfraktion, in denen weitere Verschärfungen der energetischen Anforderungen an Wohngebäude sowie Zwangsinvestitionen abgelehnt werden. „Schon die heute geltenden Standards sind nur selten wirtschaftlich umsetzbar“, sagte Stücke abschließend.

PM 06.04.2011

Diskussion über Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen
Haus & Grund: Dena-Äußerungen wenig hilfreich

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund hält die jüngsten Äußerungen der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zur Wirtschaftlichkeit energetischer Modernsierungen von Wohngebäuden für wenig hilfreich. Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann: „Ich fordere die Dena auf, zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren. Die Frage, wann welche Maßnahmen für die Eigentümer wirtschaftlich sind und wie man dies ermitteln kann, ist immens wichtig und muss diskutiert werden. Es ist Aufgabe der Dena, die weitgehend aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, sich an dieser Diskussion konstruktiv zu beteiligen, statt sie brüsk abzuweisen.“

Dena-Geschäftsführer Stephan Kohler stellte in einer aktuellen Pressemitteilung die pauschale Behauptung auf, energiesparende Sanierungen rechneten sich. Eine von Teilen der Wohnungswirtschaft angestrengte Methodendiskussion über Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Kostenaufteilungen sei völlig unnötig.

Kornemann: „Die Dena zieht für ihre Muster-Berechnungen ausschließlich Gebäude heran, die wahre Energieschleudern sind und einen hohen Instandsetzungsbedarf haben. So lässt sich jede energetische Modernisierung als wirtschaftlich darstellen.“ Auf mindestens 90 Prozent des Wohnungsbestandes träfen diese Bedingungen jedoch gar nicht zu. Die Hauseigentümer beherrschten die Grundrechenarten und kämen meist zu dem Ergebnis, dass sich energetische Modernisierungen ihrer Gebäude in angemessenen Zeiträumen nicht rechneten. „Die Dena verfehlt ihre Aufgabe, wenn sie die Hauseigentümer mit unrealistischen Energiesparszenarien konfrontiert, statt sie seriös zu beraten“, sagte Kornemann abschließend.

18.02.2011

Studie belegt:
Verbrauchsausweis ist verbraucherfreundlicher als Bedarfsausweis

Im Rahmen einer Evaluation im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurde festgestellt, dass nur 29 Prozent der geprüften Bedarfsausweise den Energiebedarf annähernd zutreffend darstellen. Bei Verbrauchsausweisen hingegen lagen mit 66 Prozent mehr als doppelt so viele innerhalb der zulässigen Toleranz. Die Forscher stellten fest, dass die Fehleranfälligkeit beim Bedarfsausweis wesentlich höher ist.

„Wir sehen uns bestätigt“, kommentiert Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann die Studie. „Die vorherrschende Auffassung, der Energieverbrauchsausweis sei schlechter als der Bedarfsausweis, ist schlicht unzutreffend. Der Gesetzgeber muss sich jetzt den Tatsachen stellen und den Verbrauchsausweis umgehend wieder für alle Wohngebäudearten zulassen.“

In der nunmehr veröffentlichten Studie „Evaluierung ausgestellter Energieausweise für Wohngebäude nach EnEV 2007″ wurden insgesamt 94 Energieausweise untersucht. Bei einzelnen Bedarfsausweisen wurde eine Abweichung vom tatsächlichen Energiebedarf von bis zu 108 Prozent festgestellt. Verbrauchsausweise hingegen wichen maximal 26 Prozent ab.

PM 04.02.2011

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: