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Böse Hausbesitzer: kein Wille zur Modernisierung

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Gezielt modernisieren mit dem „Intelligent heizen 1×1“

Neues Info- und Servicetool schafft Orientierung und informiert schnell und verständlich über Techniken, Kosten und Einsparvorteile

Berlin/Frankfurt, 15. März 2011 – Den Energieverbrauch im eigenen Haus drosseln und damit langfristig Kosten senken sowie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – bei den Motiven einer möglichen Heizungsmodernisierung sind sich die meisten Hausbesitzer einig.
Dies zeigt das aktuelle VdZ-Modernisierungsbarometer für Hausbesitzer 20111. Die Zahl der tatsächlich umgesetzten Sanierungsmaßnahmen ist allerdings ernüchternd: Nur 19 Prozent der befragten Hausbesitzer gaben an, in den letzten zwei Jahren die eigene Heizungsanlage erneuert bzw. teilerneuert zu haben. Solange diese noch funktioniert, sehen die meisten Befragten (86 %) keinen Anlass, Geld und Zeit in eine Heizungsmodernisierung zu investieren. Viele Hausbesitzer wissen offenbar wenig über den wahren energetischen Zustand ihrer Heizungsanlage und über mögliche Heizungstechniken. Das neue Info- und Service-Tool „Intelligent heizen1x1“ der VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. gibt nun schnell und übersichtlich Aufschluss darüber, mit welchen Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Heizenergie und damit auch Kosten gespart werden können.

Geringes Modernisierungsbewusstsein bei Hausbesitzern

Berlin/Frankfurt, 15. März 2011 –

Gesamte Heizungswirtschaft laut ifo Branchendaten mit 4,4 % Wachstum im Jahr 2010

2,5 % Umsatzverluste im Branchensegment „Herstellung von Heizungsanlagen“

Nachhaltige und verlässliche Investitionsanreize für Heizungsmodernisierungen wie z. B. verbesserte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sind gefordert

Nach einer repräsentativen Umfrage der VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. in Berlin1 haben in den letzten zwei Jahren nur 19 Prozent der 1.052 im Februar von TNS Emnid befragten Hausbesitzer Modernisierungen der Systemtechnik, wie z. B. eine Erneuerung oder Teilerneuerung der Heizungsanlage, durchführen lassen. Das bestätigen auch die aktuellen Zahlen des Münchener ifo Instituts zur konjunkturellen Entwicklung der Heizungswirtschaft2. Während die heizungsrelevanten Hersteller aus der Industrie insgesamt, das Handwerk und die Installierenden Unternehmen sowie der Großhandel vom konjunkturellen Aufschwung profitierten, ging der Umsatz im zentralen Branchensegment „Herstellung von Heizungsanlagen“ allerdings um 2,5 Prozent zurück. Nach diesen Schätzungen hat sich die Ertragslage der deutschen Heizungswirtschaft3 aufgrund moderat steigender Umsätze, stabiler Kundendienst- und Wartungsarbeiten sowie insbesondere wegen einer deutlichen Zunahme der Produktivität gegenüber den Vorjahren wieder erhöht. 2010 erwirtschaftete die gesamte Heizungsbranche einen Umsatz von 23,5 Mrd. Euro. Das ist ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber 2009. Im Inland belief sich der Umsatz auf 19 Mrd. Euro – 2009 waren es noch 18,2 Mrd. Euro –, was einem Zuwachs von 4,3 Prozent entspricht. Für das Auslandsgeschäft schätzte ifo ein Volumen von 4,5 Mrd. Euro gegenüber 4,3 Mrd. Euro im Jahr 2009.

Nach Angaben des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) ging der Gesamtabsatz für Wärmeerzeuger in 2010 sogar um vier Prozent zurück. Da aber die Preise für diese Produkte 2010 gestiegen sind, nahmen die Umsätze weniger stark ab als die Anzahl der abgesetzten Anlagen. Bei Wärmepumpen gab es einen Rückgang um sechs Prozent, bei Festbrennstoffkesseln, zu denen Holzpelletöfen gehören,sogar um 30 Prozent. Auch der Absatz solarthermischer Anlagen brach im vergangenen Jahr um 27 Prozent ein.

Für die VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. in Berlin sind dies klare Indizien dafür, dass die seit Jahren erstrebten Investitionen in neue, effiziente Heizungsanlagen nicht in dem erforderlichen Umfang stattfinden. Hingegen konnten das Handwerk und der Großhandel vor allem wegen Aufträgen im Rahmen von niedriginvestiven Maßnahmen, wie z. B. dem Einbau effizienter Heizungspumpen und moderner Regeltechnik, Kundendienst und Wartung, höhere Umsätze erzielen.

„Wenn man bedenkt, dass fast drei Viertel des Gebäudeenergieverbrauchs in privaten Haushalten für Raumwärme aufgewendet werden und 77 Prozent der deutschen Heizungsanlagen hinter der technisch möglichen Effizienz zurückbleiben, ist das ein klares Zeichen dafür, dass vielen Verbrauchern die Vorteile einer gezielten Heizungsmodernisierung und den damit verbundenen Einsparungen nach wie vor nicht bewusst sind“, stellt VdZ-Präsidentin Barbara Wiedemann fest. Nach Meinung des Branchenverbandes müssen deshalb in naher Zukunft nachhaltige und verlässliche Investitionsanreize geschaffen werden, wie z.B. die Ermöglichung der steuerlichen Abschreibung für alle Investorengruppen, um die Erneuerung des Heizungsanlagenbestands zu beschleunigen. Nur so wird es möglich sein, dass mit den Raumheizungen Energieeinsparungen erzielt werden, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen.

Als Verband für den Heizungs-, Klima- und Lüftungsbereich schafft die VdZ eine Plattform, um etwa im Rahmen ihres vielschichtigen Projektforums das Knowhow der Branchen zu bündeln. Das Produktportfolio der verschiedenen VdZ-Mitglieder und Projektpartner aus Industrie, Großhandel, Fachhandwerk und Anlagenbau umfasst moderne technische Lösungen für gezielte energetische Sanierungen im Wohn- und Nichtwohngebäudebereich. Mit der Entwicklung des nach DIN EN 15378 genormten Heizungs-Checks als neutralem Prüfverfahren und mit der markenneutralen Informationskampagne „Intelligent heizen“ für Verbraucher hat die VdZ bereits spürbare Akzente in der Öffentlichkeit gesetzt. Auf der Informations- und Serviceplattform http://www.intelligentheizen.info und auf der neuen Verbandswebsite http://www.vdzev.de stehen z. B. die leicht verständlichen VdZ-Infobroschüren rund um die Heizungsmodernisierung kostenfrei zum Download bereit. Mit dem neuen, auf der ISH vorgestellten Info- und Servicetool „Intelligent heizen 1×1“ werden auf der Website leicht verständliche Informationen zu moderner, effizienter Heizungstechnik, attraktive Fördermittel-Tipps mit einer aktuellen Fördermitteldatenbank sowie eine Fachhandwerkersuche angeboten.

„Unser VdZ-Projektforum hat sich in den vergangenen Jahren mit sichtbaren Ergebnissen aus mehr als 50 Projekten zu einer erfolgreichen und zukunftsorientierten Dialog- und Lösungsplattform entwickelt, die nahezu alle Branchen der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik gleichberechtigt vereint“, beschreibt VdZ-Präsidentin Barbara Wiedemann das zentrale Arbeitsgremium des Branchenverbandes. Nach dem Umzug von Bonn nach Berlin zu Beginn des Jahres soll der lösungsorientierte Austausch mit allen politischen Gremien stärker in die Projektarbeit integriert und damit intensiviert werden.

Aussender: VdZ

„Die VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. (bis September 2010 Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V.) in Berlin – ist ein Branchenverband aus dem Bereich der Gebäude- und Energietechnik. Sie bündelt die gemeinsamen Interessen der Heizungsindustrie, des Großhandels und der Fachbetriebe.“

VdZ über VdZ (Danke für die Ehrlichkeit.)

  1. 30.03.2011 um 18:18

    Ein Beitrag aus der Reihe:
    „Der Hausbesitzer, das modernisierungsscheue Wesen.“

    Liken

  1. 31.08.2014 um 19:21
  2. 26.08.2011 um 17:33

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