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Versteckte Mängel, Vorsicht beim Hauskauf

Beim Kauf eines Altbaus sollte man auf versteckte Mängel achten

Versteckte Mängel: Vorsicht beim Altbau-Kauf

Der Kauf eines Altbaus ist meist günstiger als ein vergleichbarer Neubau – doch die Ersparnis ist oft trügerisch. Versteckte Mängel können den neuen Besitzern das Leben schwer machen und werden schnell zur Kostenfalle, warnt das Immobilienportal immowelt.de.

Viele Altbauten locken mit dem Charme vergangener Tage zu einem günstigen Preis. Doch Vorsicht: Mängel, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind, können die geplante Sanierung für Baulaien zum finanziellen Roulettespiel machen, weiß immowelt.de.

Welcher Kostenaufwand ist tatsächlich erforderlich?

Der Sanierungsbedarf bei einer gebrauchten Immobilie wird meist erheblich unterschätzt. Je nach Alter des Hauses, Pflegezustand und den schon erfolgten Erhaltungsmaßnahmen, kann eine Sanierung den eigentlichen Kaufpreis weit übersteigen. Der Verband privater Bauherren schätzt, dass bei einem Vorkriegshaus etwa noch einmal rund die Hälfte des Kaufpreises in die Sanierung investiert werden muss. Bei einem Haus aus den 1950er oder 1960er Jahren müssten Käufer durchschnittlich noch einmal gut 40 Prozent des Kaufpreises investieren, so der Verband.

Häufige Mängel und ihre Symptome

Wer auf einige Hinweise achtet, kann bereits bei der Besichtigung erste Rückschlüsse auf den Zustand der Immobilie ziehen: Putzverfärbungen, blätternder Anstrich und Schimmel weisen auf schlecht gedämmte oder feuchte Wände hin. Auch üble Gerüche können ein Anzeichen für Schimmel sein, der sich zum Beispiel unter alten Tapeten versteckt. Holzmehl unter den Dachsparren oder morsche Balken sind meist ein Indiz für Holzschädlinge.

Gebäudealter gibt Hinweise auf den Energieverbrauch

Das Alter der Immobilie ist ein guter Indikator für den Zustand. Während Häuser, die um 1900 erbaut wurden, meist eine solide Bausubstanz aufweisen, haben unsanierte Nachkriegsbauten häufig keine ausreichende Wärmedämmung. Gebäude, die nach der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 erbaut wurden, sind in einem besseren energetischen Zustand, weiß immowelt.de. Interessenten sollten sich außerdem in jedem Fall informieren, welche Sanierungsmaßnahmen die Energieeinsparverordnung für das entsprechende Haus vorsieht und in welchem Zeitraum diese durchgeführt werden müssen.

Gutachten geben über Zusatzkosten Auskunft

Aufgrund der vielen möglichen Probleme ist es daher vor dem Kauf ratsam, ein Wert- und Modernisierungsgutachten von einem Bausachverständigen erstellen zu lassen, rät immowelt.de. Auf diese Weise erfährt der Interessent, was an Zusatzkosten fällig wird. Auch wenn das Haus nach der Sanierung in einem guten Zustand ist, sollten Eigentümer vorausschauend planen: Bauexperten empfehlen, jährlich etwa sieben bis acht Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Instandhaltungen zurückzulegen, um finanzielle Engpässe oder teure Darlehen für die Modernisierung zu umgehen.

Pressedienst immowelt.de vom 10.03.2011
Hausbau/Ausbau & Renovieren

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Beim Kauf eines Altbaus sollte man auf den Rat des Bausachverständigen der Hausklinik hören: Hauskaufberatung (Hausbesichtigung), auchWertermittlungsgutachten


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  1. Lisa K
    27.10.2016 um 08:05

    Wir haben uns nicht für den Kauf eines Altbaus entschieden, wir haben es nach dem Tod meiner Oma geerbt. Weil doch emotionale Verbindungen dran hängen haben wir uns für eine Sanierung entschieden. Doch uns war klar dass da einiges zu machen ist. Im Keller haben wir dann eben auch Schimmel entdeckt (später war dann klar, dass die Wasserleitungen alle getauscht werden müssen – im ganzen Haus). Das was uns gerettet hat war, dass wir von Tag 0 einen Baumeister an unserer Seite hatten. (aus Wien: http://www.koenig-heinrich.at ) Der ist mit uns das ganze Haus durchgegangen, hat aufgezeigt was gemacht werden muss und was gemacht werden kann. Klar, das hat alles gekostet, aber das wichtigste war dass wir die Kosten so immer im Blick hatten und keine bösen Überraschungen erlebt haben.

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  2. Soros
    28.01.2016 um 18:42

    Die Rendite von Immobilien setzt sich aus der Wertsteigerung des Objekts, gemessen am Kaufpreis inklusive Nebenkosten, sowie den laufenden Erträgen zusammen – in diesem Fall sind das die Mietzahlungen minus der dafür aufzuwendenden Nebenkosten. Wie langfristige Daten des Researchhauses Bulwiengesa zeigen, verzeichneten Immobilien in Deutschland nach Abzug der Inflationsrate von 1970 bis 2009 überhaupt keine Wertsteigerungen. Doch nicht genug mit dieser unerwarteten Null-Prozent-Rendite: Das angeblich sichere Betongold verlor inflationsbereinigt bis zu 22 Prozent, wobei die längste Verlustphase 15 Jahre andauerte.

    https://www.extra-funds.de/Finanznews/wertsteigerung-nach-40-jahren-null-prozent.html

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  1. 05.06.2014 um 19:44

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