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Strommix 2010

Breiter Erzeugungsmix sichert Stromversorgung
Konventionelle liefern 80 Prozent des Stroms
Erneuerbare Energien steigern ihren Anteil auf 17 Prozent

Berlin, 21. Februar 2011 – „Erfreulicherweise liefern die Erneuerbaren Energien immer mehr Strom. Die Hauptlast der Stromerzeugung in Deutschland tragen aber weiterhin Kohle-, Erdgas- und Kernkraftwerke.“ Das sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich einer aktuellen Erhebung des BDEW zum Erzeugungsmix. Die Erneuerbaren seien noch weit davon entfernt, Strom rund um die Uhr zuverlässig zur Verfügung zu stellen. Müller betonte, dass Deutschland als wichtiger Industriestandort in absehbarer Zeit auf keinen Energieträger verzichten kann. Sie forderte eine sachliche und offene Diskussion darüber, wie die konventionellen Energien die Erneuerbaren in den nächsten Jahrzehnten ergänzen können. Ein zukunftsfähiger Kraftwerkspark müsse dafür ein sinnvolles Spektrum an Anlagengrößen von der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung bis hin zu zentralen Großkraftwerken für die Grundlastversorgung umfassen.

Laut BDEW-Erhebung waren die konventionellen Energieträger auch im vergangenen Jahr die tragende Säule der Stromerzeugung: Fast 80 Prozent des Stroms in Deutschland wurden 2010 aus Kohle, Kernenergie und Erdgas produziert. Davon entfielen 41 Prozent allein auf Kohle. Die Kernenergie stellte 23 Prozent und Erdgas 14 Prozent des Stroms. Die Erneuerbaren Energien konnten ihren Beitrag zur Stromproduktion nach Angaben des BDEW leicht auf 17 Prozent steigern. Dabei trug die Windkraft 6,2 Prozent bei. Biomasse lieferte 4,7 Prozent des Stroms. Der Anteil der Wasserkraft lag bei 3,2 Prozent. Die Photovoltaik stellte 2,0 Prozent des Stroms und der Anteil regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken betrug 0,8 Prozent.

BDEW
21.02.2011

  1. 17.04.2011 um 16:14

    Auch unendlich viele Windanlagen könne unsere Versorgung nicht sichern . Die Offsore Kosten liegen bei 14 bis 16 ct/kWh, siehe Anlage

    Für den treffsicheren Kommentar von Herrn Steltzner in der FAZ vom 5.4.2011 über die Unsinnig-keit des neuen Atomkonsenses singulär in Deutschland ist zu danken. Er ist sicher vorschnell erfolgt und hat sich bereits auch in Baden-Württemberg politisch als fatal erwiesen. Altbundeskanzler Hel-mut Kohl sagte treffsicher; Deutschland ist nicht Japan und Japan ist nicht Deutschland… .

    Was sind die Folgen für die Menschen in Deutschland?
    Die durch die Stilllegung ausfallende Stromproduktion muss nun anderweitig beschafft werden. Das kann durch höhere Auslastung der Kohle- und Gaskraftwerke geschehen oder teilweise durch Stromimporte aus den Nachbarländern im Rahmen des UCTE- Netzes. Das zu deckende Defizit beträgt rd. 7.000 MW Leistung mit rd. 150 GWh Tagesarbeit. Inzwischen ist bekannt, dass ein gro-ßer Teil der täglichen Defizitarbeit durch Importe d.h. größtenteils aus dortigen Kernkraftwerken ab-gedeckt. Die Betreiber dieser Kraftwerke orientieren sich für den Abgabepreis an das jeweilige Strombörsenpreisniveau, welches rd. 50 €/MWh über den Kosten der Stromerzeugung in den still-gelegten deutschen Kernkraftwerken liegt. Die dann noch fehlenden Strommengen werden durch teurere inländischen Kohle und Gaskraftwerke abgedeckt, was eine höhere CO2 – Emission bedingt. Die Mehrkosten für die Strombeschaffung liegen ab dem Tag der Abschaltung am 17.3.2011 bei mindestens 7 Mio. € pro Tag.

    Die sieben abgeschalteten Kernkraftwerke wären jedenfalls heute ebenso sicher wie eine Woche zuvor, bevor die Katastrophe sich in Japan anbahnte. Die Abschaltung kostet unserer Volkswirt-schaft zu Lasten aller, wie und wann das auch immer bei jedem einzelnen ankommt, pro Tag und Kraftwerk 1 Million € also für die sieben pro Tag 7 Millionen €.
    Wenn dann mal alle 17 Kernkraftwerke abgeschaltet sind, erhöht sich der Betrag auf über 17 Mio. € täglich.
    Solange unser Wohlstand in Deutschland nicht aufgebraucht ist, können wir das durchstehen. Wie lange es tragbar ist, aus rein emotionalen Gründen pro Tag 7 Mio. € einfach nutzlos – ohne Zuwachs an Wertschöpfung – zusätzlich auszugeben, wird die Zukunft erweisen.
    Wenn Frau Höhn im Fernsehen erklärt, dass die Abschaltung der sieben Kernkraftwerke, sie sagt natürlich DIN/IEC widrig „Atommeiler“, keinen Ausfall der Lichter gebracht hätten und daher auch nicht erforderlich seien, ist das purer Zynismus zum Schaden aller Bürger in Deutschland.

    Quelle:
    Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt
    FH Aachen
    Rundmail vom 11.03.2011

    Sehr zu empfehlen:
    Energiefakten
    http://www.alt.fh-aachen.de/

    Liken

  1. 17.10.2012 um 18:11
  2. 30.08.2011 um 13:08

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