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Guter Rat: Klotz am Haus – WDVS

Verbraucher Magazin Guter Rat: Klotz am Haus (Styropor WDVS)

„Gehen wir den falschen Weg, wenn wir versuchen, den Energieverbrauch durch die forcierte Dämmung von Wohnbauten zu drosseln?

Die Frage würde ich so nicht stellen. Es ist sehr wichtig, dass wir schonend mit unseren Ressourcen umgehen. Aber es ist auf der anderen Seite auch nicht sinnvoll, viel Geld für vielfach ungeeignete Maßnahmen auszugeben, die am Ende die Umwelt sogar belasten.“

„Worin liegen diese negativen Effekte?

Es ist einfach nicht so, dass man sich ein Wärmedämmverbundsystem auf die Wand montieren lässt und dann geht das endlose Sparen los. Die gebräuchlichen Systeme aus Polystyrol, im Volksmund »Styropor«, sind für sich gesehen schadensanfällig. Das erfordert Reparaturen, auch und vor allem am Putz. Am Ende der Lebensdauer eines WDVS steht das Entsorgungsproblem: Es gibt kein vernünftiges Recyclingsystem für Polystyrol.“

Im ganzen Land werden Häuser für viel Geld in Styropor verpackt. Ob die Investitionen ihr Geld überhaupt wert sind, wird zu selten hinterfragt. Hier wird hinterfragt: im Heft 3.2011 des Verbrauchermagazins Guter Rat.

Bericht bei Schimmelpilz sanieren, mit PDF zum Download.

 

  1. 25.02.2011 um 12:48

    Dass es zu diesem Thema auch andere Auffassungen gibt, möchte BAUFÜSICK Ihnen nicht vorenthalten. Diese Meldung ist von Anfang Januar.

    ***

    Jetzt Sanierung der größten Energieschleudern anpacken
    dena-Studie: Mehrfamilienhäuser können warmmietenneutral saniert werden

    Die energetische Sanierung von Mehrfamilienhäusern rechnet sich – sowohl für Vermieter als auch für Mieter. Das ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Demnach kann der Energiebedarf bei Gebäuden, die ohnehin saniert werden müssen, ohne Mehrbelastungen für Mieter oder Vermieter um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. Selbst eine Einsparung von 80 Prozent, was den Klimaschutzzielen der Bundesregierung für 2050 entspricht, würde nur eine geringe Mieterhöhung nach sich ziehen. Steigen die Energiepreise weiter an, ist auch diese Variante warmmietenneutral. Die Studie basiert auf dem dena-Modellprojekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“, in dem rund 350 Wohngebäude hocheffizient saniert wurden.

    „Die Studie zeigt, wie wir schnell und sozialverträglich ein erstes Etappenziel bei der Sanierung der Wohngebäude in Deutschland erreichen können“, sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Bei den sowieso anstehenden Gebäudesanierungen muss die Energieeffizienz in den Mittelpunkt gerückt werden. Für die Erreichung der Ziele der Bundesregierung ist die Aufstockung der Fördermittel auf vier bis fünf Milliarden Euro jährlich erforderlich.“

    Keine Mehrbelastung für Mieter und Vermieter
    Die dena-Studie untersucht die Wirtschaftlichkeit verschiedener Sanierungsstandards. Es wurden stark sanierungsbedürftige Häuser untersucht, von Vorkriegsbauten bis hin zum 70er-Jahre-Wohnblock. Das Ergebnis: Wenn diese Häuser so saniert werden, dass sie den aktuellen Neubaustandard Effizienzhaus 100 erreichen – das entspricht einer Energieeinsparung von rund 60 Prozent –, kostet der zusätzliche Aufwand für Energieeffizienz nur 80 Euro pro Quadratmeter. Bei der deutlich besseren Sanierung zum Effizienzhaus 70, beziehungsweise einer Einsparung von durchschnittlich 75 Prozent, steigt dieser Wert auf 158 Euro pro Quadratmeter. Bis zu diesem Standard kann der Vermieter seine Kosten decken, ohne den Mieter stärker zu belasten. Er muss zwar die Kaltmiete um 0,82 Euro pro Quadratmeter und Monat erhöhen, dem stehen aber Energiekosteneinsparungen von 0,92 Euro pro Quadratmeter und Monat gegenüber. Die Warmmiete erhöht sich nicht.

    Bei der hocheffizienten Sanierung zum Effizienzhaus 55, was einer Energieeinsparung von 80 Prozent entspricht, liegen die energieeffizienzbedingten Mehrkosten bei 230 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer Mieterhöhung von 1,17 Euro pro Quadratmeter und Monat bei einer gleichzeitigen Einsparung von 0,99 Euro. In diesem Fall würde die Warmmiete also steigen. Bei steigenden Energiepreisen nimmt auch hier die Wirtschaftlichkeit der Sanierungsmaßnahmen weiter zu, so dass Warmmietenneutralität erreicht werden kann.

    Musterlösungen für verschiedene Gebäudetypen
    Damit die Erkenntnisse der Studie auf andere unsanierte Häuser übertragen werden können, erstellt die dena derzeit wirtschaftliche Maßnahmenpakete und Handlungsempfehlungen für verschiedene Gebäudetypen. Die Veröffentlichung dieser Musterlösungen für Fachplaner und Eigentümer ist für 2011 geplant. Für Mehrfamilienhäuser von 1958 bis 1968 liegen sie der aktuellen Studie in Auszügen bei.

    Weitere Details zur Studie
    Bei den untersuchten Beispielgebäuden handelt es sich um stark sanierungsbedürftige Wohnhäuser mit einem hohen Energiebedarf von durchschnittlich 225 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche für Heizung und Warmwasser im Jahr. Die insgesamt anfallenden Sanierungskosten wurden in wohnwertverbessernde Maßnahmen, Vollkosten der Sanierung und energieeffizienzbedingte Mehrkosten unterteilt. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung wurden nur die energieeffizienzbedingten Mehrkosten betrachtet. Die sowieso anfallenden Kosten für Instandhaltung und Modernisierung wurden nicht mit einbezogen. Die Ergebnisse wurden unter der Annahme eines Energiepreises von 6,5 Cent pro Kilowattstunde für einen Zeitraum von 25 Jahren berechnet. Eine Energiepreissteigerung wurde nicht mit eingerechnet.

    Die Studie steht unter http://www.zukunft-haus.info/sanierungsstudie zum Download bereit.

    Liken

  1. 02.04.2012 um 06:59
  2. 26.08.2011 um 17:33
  3. 07.08.2011 um 13:55
  4. 11.04.2011 um 18:08

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