Startseite > Bauordnung, Praxis > Wird Baugefährdung geduldet?

Wird Baugefährdung geduldet?

Stellen Sie sich vor, ein Mieter in einem Mehrfamilienhaus kommt auf die Idee, ohne zu fragen und verbunden mit etlichen Verstößen gegen die Bauordnung, auf der Terrasse der von ihm angemieteten Erdgeschosswohnung einen Wintergarten anzubauen. Also: illegal und ohne Genehmigung. Eine Baugenehmigung wurde nicht beantragt, der Vermieter (= der Grundstückseigentümer) nicht gefragt.

Sie meinen, so etwas gibt es nicht? Doch. BAUFÜSICK hat hier darüber berichtet und hier dargelegt, inwiefern aus solch fahrlässigen Dingen eine Gefahr für andere erwachsen kann.

Zwar greifen Bauaufsichtsamt und Vermieter, eine Wohnungsgesellschaft, gnadenlos hart und konsequent durch – dennoch steht die brandgefährliche Bude nach wie vor. Seit Bekanntwerden bei der Bauaufsicht ist inzwischen ein halbes Jahr vergangen. Eine Nachfrist für den Rückbau ist am 30.04.2010 fruchtlos verstrichen. An diesem Präzedenzfall erkennen Sie, wie wichtig die Existenz einer Landesbauordnung ist und wie konsequent deren Einhaltung durchgesetzt wird.

Zitat aus dem StGB, § 319 StGB, Baugefährdung: „(1) Wer bei der Planung, Leitung oder Ausführung eines Baues oder des Abbruchs eines Bauwerks gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Fortsetzung folgt.

  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: